29.06.16

Kommandoübergabe bei Hoch- und Deutschmeister

Strahlender Sonnenschein, über 100 angetretene Soldaten sowie zahlreiche Ehrengäste und Traditionsverbände bildeten die Kulisse für die feierliche Übergabe des Jägerbataillons Wien 1 „Hoch- und Deutschmeister“ an den neuen Bataillonskommandanten Oberstleutnant Stefan Koroknai.

Militärkommandant Brigadier Kurt Wagner bedankte sich beim scheidenden Kommandanten Oberstleutnant Michael Blaha für die gute Zusammenarbeit. Er habe ihn stets als engagierten und kompetenten Offizier erlebt, der das Bataillon erfolgreich geführt habe. Dem neuen Kommandanten wünschte er viel Glück in seiner Funktion. Das Jägerbataillon Wien 1 „Hoch- und Deutschmeister“ ist eines der beiden Miliz-Bataillone der Bundeshauptstadt Wien.

Das Jägerbataillon Wien 1 „Hoch- und Deutschmeister“ entstand 2006 nach der Auflösung des Jägerregiments Wien aus den Jägerbataillonen 4 und 6. In diesen zehn Jahren ist vieles gelungen, was den Verband heute auszeichnet: Das Bataillon gehört von Beginn an zu den Milizverbänden mit dem höchsten Personalstand und übt regelmäßig in voller personeller Stärke – zuletzt 2014 den Schutz kritischer Infrastruktur in Wien. Auf das Ergebnis dieser Übung ist Oberstleutnant Blaha noch heute stolz: „Bei dieser Übung haben Wiener Soldaten im Wiener Raum etwas getan, das für die neue Miliz richtungsweisend war“, so der scheidende Kommandant im Hinblick auf die aktuellen Aufgaben der Milizbataillone.

Abschließend bedankte sich Blaha bei den anwesenden Soldatinnen und Soldaten für zehn Jahre Kameradschaft, Freundschaft, Engagement und Zusammenhalt. „Ich bin stolz darauf, so lange Kommandant dieses  Bataillons gewesen zu sein“, resümiert er zufrieden.

Bundesheer/graph: Fruehwirth Kurt

Oberstleutnant Michael Blaha übergibt das Kommando an den neuen Kommandanten Oberstleutnant Stefan Koroknai.

Der neue Kommandant der 600 Milizsoldaten ist im Bataillon kein Unbekannter. Als Mann der ersten Stunde wirkte Oberstleutnant Stefan Koroknai bereits als stellvertretender Bataillonskommandant an der Seite des scheidenden Kommandanten mit. Seine militärische Laufbahn begann 1987 als Einjährig Freiwilliger beim Landwehrstammregiment 21 – dem damaligen Träger der Deutschmeistertradition im Bundesheer.

Seine Laufbahn führte ihn vom Kompaniekommandanten und Stabsoffizier im Jägerbataillon 6 zum stellvertretenden Kommandanten des Jägerbataillons Wien 1 „Hoch- und Deutschmeister“. Im Privatleben ist Koroknai verheiratet, Vater zweier Kinder und arbeitet als Projektleiter in einem IT-Unternehmen. In seiner Antrittsrede sprach er über den neuen Stellenwert der Miliz im Bundesheer, die aktuellen Aufgaben des Bataillons und die gute Zusammenarbeit mit der Garde.

Die Miliz ist eine der wesentlichen Säulen des Bundesheeres. Eine Auftragserfüllung ohne Miliz sei nicht denkbar, bemerkte Militärkommandant Wagner in seiner Ansprache zur Kommandoübergabe. Die Soldatinnen und Soldaten der Miliz haben ihren Grundwehrdienst abgeleistet, gehen einem zivilen Beruf nach und engagieren sich freiwillig im Bundesheer. Dabei bekleiden sie als Mannschaften, Unteroffiziere und Offiziere alle Funktionen – vom einfachen Schützen bis hin zum Bataillonskommandanten. In der Miliz sind alle Gesellschaftsschichten und Berufe vertreten – Maurer wie Juristen, Mechaniker wie Opernsänger. Ihre Gemeinsamkeit – das Engagement – ist der Motor der Miliz, die breit gefächerte Kompetenz ist ihre Stärke.

Bild: Bundesheer/graph: Fruehwirth Kurt

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