12.12.16

FH-Mastestudiengang Militärische Führung – Vertiefungsmodul Multinationale Einsätze in höheren Stäben

Vom 29. August bis zum 28. Oktober 2016 führte das Referat Operation/Institut für höhere militärische Führung (RefOpFü/IHMF) erstmals im Rahmen des FH-Masterstudienganges Militärische Führung (FH-MaStg/MilFü) das Vertiefungsmodul „Multinationale Einsätze in höheren Stäben“ für sieben Offiziere des 5. FH-MaStg/MilFü an der Landesverteidigungsakademie durch.

Ziel des Moduls ist gemäß Akkreditierungsantrag vom Mai 2015 (Version 1.3) der Kompetenzerwerb als Stabsoffizier in einem Kommando der obersten taktischen, operativen oder militärstrategischen Ebene, welcher bisher der Generalstabsausbildung vorbehalten wurde. Dieser Schritt wurde vor Allem aufgrund des vermehrten Einsatzes von Stabsoffizieren in multinationalen Kommanden dieser Ebene (Primary Augmentees OHQ, FHQ) notwendig. Darüber hinaus ergab sich der Bedarf auch aus bisherigen Einsatzerfahrungen von Offizieren in Kommanden der operativen und militärstrategischen Führungsebene.

LandesverteidigungsakademieDie Ausbildung baute auf eine vorangehende, zweiwöchige Einführung in die operative Führung auf. In den 6 Wochen des Vertiefungsmoduls wurden Grundlagen operativen Denkens, militärstrategischer Rahmenbedingungen und das Zusammenwirken der staatlichen Instrumente zur Erreichung strategischer Interessen gelehrt.

Neben den Ausbildungsthemen

  • Analyse operativer und militärstrategischer Fragestellungen,
  • Führungsverfahren auf operativer Ebene und Schnittstellen zu Militärstrategie,
  • Militärstrategische Rahmenbedingungen,
  • Schnittstellen operativer Führung und Component Command (am Bspl. LCC), 

fand die praktische Anwendung des Erlernten im Zuge eines Planspiels auf operativer Führungsebene vom 10. Oktober bis 21. Oktober 2016 statt.

LandesverteidigungsakademieUnter Leitung von ObstdG WIMMER Jürgen, RefLtr Operation/IHMF wurde als Grundlage das „fiktive“ Szenario „Combined Destiny 2016“ herangezogen, um das Planungsverfahren und den Führungsprozess gemäß der „Comprehensive Operations Planning Directive“ (COPD) auch praktisch anzuwenden. Dabei handelte es sich um eine komplexen Konflikt in einem fiktiven Staat in Afrika, um insbesondere das Zusammenwirken aller Akteure des Krisenmanagements in Form eines „Comprehensive Approach“ in der Planung darzustellen.

Neben der Unterstützung mit Lehrpersonal aus den Referaten Taktik, Führungslehre und Logistik wurde die Expertise aus dem Bereich Marine durch Herrn Fregattenkapitän DEMME von der Führungsakademie der Bundeswehr/Hamburg eingebracht.Landesverteidigungsakademie

Zusätzlich zu den Hörern des 5. FH-MaStg/MilFü folgten auch drei Offiziere des Streitkräfteführungskommandos der Einladung zur freiwilligen Teilnahme, um ihr Wissen als eingemeldete „Primary Augmentees“ für OHQ/FHQ der EUBG 2016 zu vertiefen.

Die zwei Wochen Planspiel auf operativer Führungsebene waren für alle eine interessante Erfahrung sowie eine aufschlussreiche und zugleich fordernde Ausbildung. Das gesamte Vertiefungsmodul „Multinationale Einsätze in höheren Stäben“ verdeutlichte einmal mehr die Notwendigkeit sich mit den Grundlagen, Verfahren und Prozessen auf operativer Führungsebene auseinander zu setzen.

Text: ObstdG Jürgen Wimmer, Fotos: Landesverteidigungsakademie

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