07.01.17

Smolakaserne Grossenzersdorf

Vor ungefähr zehn Jahren wurden das FlA Regiment 1 aufgeloest und dessen Stammquartier die Smolakaserne in Grossenzersdorf verkauft. Auch die Marc-Aurel-Kaserne in Hainburg, Heimat einer Batterie,  wurde geschlossen. Ein schlankes Bundesheer und Berufsheer waren unsere politischen Argumente. Im Jahre 2004 löste man den ältesten Wachkörper Österreichs auf – die Zollwache. Hier waren der EU Beitritt und offene Grenzen das Argument. Und heute?

Dank umsichtiger Politiker wird das Bundesheer wieder mit jenen Geldmitteln ausgestattet, welche zur Führung eines starken und einsatzbereiten Heeres notwendig sind. Es werden Einheiten aufgestellt und der Kasernenverkauf wurde gestoppt. Sicherlich haben die andauernde Flüchtlings-und Willkommenspolitik dazubeigetragen. Grenz- und Grenzraumüberwachung sind nicht mehr Aufgaben der Zollwache sondern des Bundesheeres. Unsere Polizei ist ja mit der Überwachung der Sicherheit im Inneren voll ausgelastet. Dass mit den hunderttausenden Fluechtlingen auch einige „Unschuldsengerl“ einreisten muss man verstehen und wenn es krachen sollte braucht die Polizei Unterstuetzung. Unser geschichtlich verankertes „Wir sind die Insel der Seligen“ ist unlogisch und trügerisch. Die Milchmädchenrechnung ist einfach.  Da war einmal Afganistan, dann kamen der Irak und Syrien, in Lybien gibt es ein Vakuum und heute gährt es in der Tuerkei. Welches Land wird folgen?  Griechenland oder Italien durch die Flüchlingskrise bedingt? Selbst das Heilige Land Tirol muss seine Grenzen ueberwachen.

Das FlaRegiment 1 in Grossenzersdorf und Hainburg gab der Bevoelkerung im östlichen Grenzraum ein Sicherheitsgefühl welches heute fehlt. Ich spreche hier vom Grenzraum von Hohenau-Marchegg- Hainburg, waren es doch die Soldaten des FlARegimentes welches als erstes zum Grenzeinsatz von Hohenau bis Hainburg abkommandiert wurden. Im Jahre 2012 besuchte ich meine ehemalige Kaserne „den Smolaziegel“ und traf mich mit einigen Kameraden. An den berühmten Ausspruch meines ersten Kommandanten, „der Eiserne“ genannt, Obstlt Ruhs erinnere ich mich noch heute. Klappte es bei der Meldung als Wachkommandant nicht oder stand man neben dem gelben Punkt dann hörte sich dass so an: „Kasernkommando, der Mann kann nicht melden – er macht einen SamSon“ (Samstag/Sonntag Dienst). Der spätere Oberst Ruhs war ein Curd Juergens Typ.

Text & Bild: Franz Klatscher

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