26.03.18

Rheinmetall liefert Artilleriemunition an Australien

Die australischen Streitkräfte beschaffen Artilleriemunition von Rheinmetall. Die Australian Defence Force wird von einem Team aus den Firmen NIOA, Rheinmetall Waffe Munition, Rheinmetall Denel Munition, Nitrochemie und Junghans Defence im Projekt „Land 17 Phase 1C.2 Future Artillery Ammunition“ verschiedene Geschosstypen der Rheinmetall Assegai-Familie sowie Zünder und Treibladungen erhalten.

Ein erster Teil der Qualifikationsmenge wird bereits im laufenden Jahr geliefert, eine zweite Teillieferung erfolgt 2019. Nach erfolgreicher Qualifizierung beschafft Australien zudem einen Einsatzvorrat.

Der Wert des Auftrags, der die Lieferungen der Qualifikationsmenge und des Einsatzvorrats umfasst und der Ende des vergangenen Jahres erteilt wurde, liegt bei rund 65 Millionen Euro. Nach erfolgreicher Qualifikation wird eine erste fünf Jahre lange Versorgungsphase ausgelöst mit mehreren Optionen für jeweils weitere Fünf-Jahres-Phasen.

Der jetzt erteilte Auftrag ist für Rheinmetall in mehrfacher Hinsicht ein Erfolg. So kann sich das Unternehmen für die nächsten Jahre als alleiniger Lieferant für Artilleriemunition in Australien etablieren. Zudem gelang es erstmals, die Assegai-Familie auf der Feldhaubitze M777A2 zu platzieren. Diese wird unter anderem auch von den kanadischen und US-Streitkräften genutzt.

Die Auslieferung der Munition erfolgt über Rheinmetalls Partner NIOA. Die in Brisbane beheimatete Firma ist einer der größten Zulieferer für Munition und Waffensystemen für die australischen Streit- und Sicherheitskräfte. NIOA kooperiert auch in anderen Projekten seit Jahrzehnten eng mit Rheinmetall. Erst Anfang Mai 2017 wurde NIOA Mitglied in Rheinmetalls Land400-Team.

In der vergangenen Woche erst hatte die australische Regierung die Auswahlentscheidung zur Beschaffung des Radspähpanzers Boxer von Rheinmetall im Projekt Land400 Phase 2 bekannt gegeben. Eine entsprechende vertragliche Vereinbarung vorausgesetzt, wird der Auftragswert für das deutsche Technologieunternehmen bei über zwei Milliarden Euro liegen. Insgesamt sollen 211 Radspähpanzer Combat Reconnaissance Vehicle (CRV) für die australischen Streitkräfte produziert werden.26