02.07.18

The next Generation!

Vor mehr als 20 Jahren wurde der Pandur 6×6 erfolgreich im Bundesheer eingeführt. In diesem Sommer beginnt nun der Zulauf von 34 neuen Pandur-Fahrzeugen, die bei GDELS-Steyr in Wien- Simmering gefertigt werden.

GDELSZentrales Thema bei der Beschaffung der neuen Pandur-Mannschaftstransporters war die „Überlebensfähigkeit“ der Fahrzeuge. Einerseits ging es darum, die bis zu elf Mann starke Besatzung bestmöglich zu schützen, andererseits mussten aber auch die automotiven Komponenten so gestaltet werden, dass im Ernstfall das Fahrzeug aus einem Gefahrenbereich bewegt werden kann. Der Minen-, IED (Improvised Explosive Device = Sprengfallen) und ballistische Schutz wurde deshalb komplett überarbeitet. Außerdem wurde ein neues, leistungsstärkeres Powerpack (Motor/Getriebe) integriert. Hier griffen die Techniker von GDELS-Steyr auf den im Pandur 8×8 bereits einsatzerprobten Cummins-Motor und ZF-Getriebe zurück.

Der Mannschaftsraum ist nun modular gestaltet, eine hydraulische Heckrampe mit Nottüre ersetzt die Hecktüren mit Mittelsteg. Als Bewaffnung wird die im Bundesheer bereits erfolgreich eingeführte 12,7-mm-Waffenstation von ESLAIT integriert und zusätzlich ein 360-Grad-Kamerasystem. Das Fahrzeug kann unter klimatischen Bedingungen von minus 32 Grad Celsius bis plus 49 Grad Celsius problemlos betrieben werden.

 

„Wir sind unserem Konzept treu geblieben!“

Im Gespräch mit Martin Reischer, Geschäftsführer von Pandur-Hersteller General Dynamics European Land Systems-Steyr (GDELS).

Welche Herausforderung bedeutete die Konzeption des neuen Pandur?
Ziel war die Entwicklung eines Fahrzeuges am aktuellsten Stand der Technik, insbesondere hinsichtlich Überlebens- fähigkeit, Mobilität und Kapazität bei gleichzeitig größtmöglicher logistischer Gleichheit mit den bereits im Einsatz befindlichen Fahrzeugen. Die Herausforderung bestand dabei darin, unserem Konzept treu zu bleiben, also das Fahrzeug klein, wendig und leicht transportfähig zu halten und trotzdem den höheren Schutzanforderungen zu entsprechen.

Was sind die Alleinstellungsmerkmale?
In jedem Fall die hohe Mobilität und Bedienerfreundlichkeit etwa mit unserem Automatic Drivetrain Management. Das Getriebe schaltet abhängig von vorselektierten Wahlmodi automatisch, ohne dass das Fahrzeug halten muss. Weitere Pluspunkte sind sicherlich der annähernd wartungsfreie Antriebsstrang und die sehr robuste Radaufhängung.

Wie sieht die Zusammenarbeit mit heimischen Unternehmen aus, die zu Beginn des Projektes betont wurde?
Wir haben eine hohe österreichische Wertschöpfung versprochen und werden diese auch einhalten. Es sind mehr als 180 Lieferanten in das Projekt involviert.

Illustrationen: General Dynamics European Land Systems-Steyr, Foto: HBF/Daniel Trippolt

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