12.09.18

335. Jahrestag der Schlacht am Kahlenberg

Militärkommando Wien und polnische Landstreitkräfte gedenken am Traditionstag.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist der 12. September der Traditionstag des Militärkommandos Wien. Mit einem Festakt im Inneren Burghof gedachten das Militärkommando Wien und eine Abordnung der polnischen Landstreitkräfte gemeinsam an die Schlacht am Kahlenberg. Der Ursprung des Traditionstages des Militärkommandos Wien basiert auf den historischen Ereignissen vom 12. September 1683. Ein Entsatzheer, bestehend aus polnischen Elitetruppen und Streitkräften des heiligen römischen Reiches, beendete an diesem Tag gemeinsam mit Soldaten aus dem damaligen Kaiserreich die osmanische Belagerung. Oberbefehlshaber des Entsatzheeres war damals der polnische König Jan III. Sobieski.

Abschreiten der Front: Generalsekretär Wolfgang Baumann, Wiens Militärkommandant Brigadier Kurt Wagner, die polnische Botschafterin Jolanta Roza Kozlowska und Gemeinderat Marcus Schober.

Abschreiten der Front: Generalsekretär Wolfgang Baumann, Wiens Militärkommandant Brigadier Kurt Wagner, die polnische Botschafterin Jolanta Roza Kozlowska und Gemeinderat Marcus Schober.

Soldaten der Gardemusik und der polnischen Militärmusik sowie Ehrenkompanien und Insignientrupps des Militärkommandos Wien und des Garnisonskommandos Warschau waren zum Festakt angetreten. Die gemeinsame Darbietung demonstrierte die gute Zusammenarbeit beider Garnisonen – eine langjährige Verbindung über Grenzen hinaus. Premiere war die gemeinsame Darbietung des „Radetzky-Marsches“ und der Europahymne beider Militärmusiken.

Zahlreiche Fest und Ehrengäste waren zum Traditonstag des Militärkommandos Wien gekommen.

Zahlreiche Fest und Ehrengäste waren zum Traditonstag des Militärkommandos Wien gekommen.

Das Hauptaugenmerk bei den Festreden war der Aspekt eines geeinten Europas. Generalsekretär Wolfgang Baumann gab in seiner Festrede Einblicke in die zukünftige Ausrichtung des Bundesheeres. „Wir wollen nicht mehr eine bessere Polizei sein. Wir wollen den Fokus ganz bewusst wieder auf die militärische Landesverteidigung ausrichten. Es wurde eine Neuorganisation der Truppe mit der Aufstellung von vier kampfträchtigen Brigaden eingeleitet. Mit der Errichtung von Sicherheitsinsel in Kasernen, verteilt auf die Republik Österreich, wollen wir den Bürgerinnen und Bürgern auch in Friedenszeiten ein besonderen Schutz angedeihen lassen.“

Der Wiener Militärkommandant, Brigadier Kurt Wagner, erwähnte in seiner Festrede, dass sich bei der Verteidigung Wiens nicht nur klassische Tugenden wie Kameradschaft, Tapferkeit oder militärische Grundsätze bewährten, sondern auch die Wehrbereitschaft der Bevölkerung und die Fähigkeit zu einem gemeinsamen geschlossenen Handeln, die für die heutige Zeit beispielgebend sein sollte, sowohl in Österreich als auch in Europa. „Heute stehen die Soldaten Österreichs gemeinsam mit polnischen und türkischen Kameraden in zahlreichen Auslandseinsätzen, wie z.B. in der EU Mission EUFOR Althea in Bosnien und Herzegowina. Sie treten dort Seite an Seite im Rahmen internationaler Operationen für den Frieden ein“, so Brigadier Wagner.

 

Text: Militärkommando Wien

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