02.12.18

ABC-Abwehr: Dreitägige Übung im Tritolwerk überaus erfolgreich

Von 26. bis 28. November nahmen die Absolventen der Kaderausbildung 5 erfolgreich an einer dreitägigen Übung am ABC- und Katastrophenhilfeübungsplatz Tritolwerk im niederösterreichischen Eggendorf teil. Ein Rückblick.

ABC-AbwehrzentrumTag 1 im Tritolwerk:
Im Zuge der Kaderausbildung 5 präsentierte am Montag der erste Unteroffizier seine Seminararbeit in Theorie und Praxis. Die forschungsleitende Frage dieser Seminararbeit beschäftigte sich mit der Dekontaminierbarkeit eines Löschfahrzeuges der ABC-Abwehrtruppe nach einem Einsatz, bei dem ein radioaktiver, offener Stoff vorlag (dargestellt durch einen fluoreszierenden Stoff).

Die Fragen, wie weit die Kontamination durch ein geeignetes Verfahren vermieden werden kann und inwieweit bei der Dekontamination Probleme auftreten, konnten vorerst angesprochen werden. Dennoch verdient dieses Thema eine weitere Bearbeitung und praktische Versuche. Nach Vorliegen der ersten Ergebnisse durch diese Seminararbeit kann jedoch schon gesagt werden, dass diese Herausforderung durch die ABC-Abwehrtruppe zu lösen ist.

Tag 2 im Tritolwerk:
ABC-AbwehrzentrumAm Dienstag wurden fünf Seminararbeiten in zwei aufeinander folgenden Szenarien präsentiert. Der erste Teil der Übung befasste sich mit der Rettung bzw. Bergung von verwundeten und toten Zivilisten nach einem teilweise gescheiterten Anschlag. Ein Terrorist fuhr mit einem LKW in eine Menschenmenge und versuchte sich mit einer chemischen Sprengfalle, die mit einem Hautkampfstoff versehen war, in die Luft zu sprengen. Da die Sprengeinrichtung versagte, kam es lediglich zu einem Ausrinnen des Kampfstoffes ohne großflächige Verteilung. Zusätzlich entstand durch den Anschlag eine Massenpanik, die weitere Opfer forderte.

ABC-AbwehrzentrumIm zweiten Szenario wurde überprüft, inwieweit die österreichische ABC-Abwehrtruppe Aufgaben im Bereich einer Dekontamination nach ÖNORM S2604 (Dekontaminierung von Personen im Fall einer großräumigen radioaktiven Kontamination) sicherstellen kann. Durch die Übung konnten die Herausforderungen erkannt und identifiziert werden.
Fazit: Die ,,Dekos“ der ABC-Abwehr leisten einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung dieses Auftrags.

Tag 3 im Tritolwerk:
ABC-AbwehrzentrumAm letzten Tag der dreitägigen Übung wurden sieben Seminararbeiten in insgesamt drei Szenarien präsentiert. Das erste Szenario befasste sich mit der Dekontamination von nicht gehfähigen, kontaminierten Verletzten, wobei im 1. Teil ein Zusatzmodul für den standardmäßigen Personendekontaminationsplatz und im 2. Teil ein Modell zur Aufstellung einer Kaderpräsenzeinheit für Verletztendekontamination vorgestellt wurden. In der 3. Präsentation des Tages war ein säuregefüllter Tank leckgeschlagen und kontaminierte das umliegende Erdreich. Der Auftrag an das Rette- und Bergeelement war, den Tank zu sichern, abzudichten und das kontaminierte Erdreich abzutragen.

ABC-AbwehrzentrumAls bei Grabarbeiten mit einem Schaufelbagger versehentlich vergrabene Kampfstoffgranaten beschädigt wurden, mussten die ABC-Abwehrkräfte gemeinsam mit Kampfmittelbeseitiger die Sicherheit wiederherstellen. Unter Einweisung eines Kampfmittelspezialisten der Deutschen Bundeswehr konnten vier Granaten geborgen, abgedichtet und transportfähig gemacht werden. Die ABC-Abwehr leistete durch Detektion, spezielle ABC-Probenahme, dem Einsatz des Systems MONICA, ein Gerät zum Entfernen von Kampfstoff aus Granaten, und dem Abtragen des kontaminierten Erdreichs durch Einsatz von Pioniermaschinen ihren Beitrag zum Sichern der Gefahrensituation.

Text und Bilder: ABC-Abwehrzentrum

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch das Nutzen dieser Seite sind Sie mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close