05.03.19

Polen schraubt Armee-Investitionen hoch

Polen hat ein ambitioniertes Aufrüstungsprogramm beschlossen: Bis 2026 will Warschau 43 Milliarden Euro in die Modernisierung seiner Streitkräfte investieren, bis 2030 soll das Verteidigungsbudget auf 2,5 Prozent des BIP angehoben werden.

Polnisches Verteidigungsministerium„Sicherheit war, ist und wird für uns Priorität haben“, sagte Mariusz Błaszczak, Minister für nationale Verteidigung, vor wenigen TAgen nach der Unterzeichnung des Plans zur technischen Modernisierung der polnischen Armee. „Vor einem Moment habe ich eines der wichtigsten Planungsdokumente für unsere Streitkräfte unterzeichnet. Der Plan geht von Investitionen in Höhe von 43 Milliarden Euro bis 2026 aus und damit deutlich mehr als ursprünglich geplant. Das bedeutet natürlich eine große Herausforderung, aber auch eine einmalige Gelegenheit, die Verteidigungsfähigkeiten der polnischen Armee auszubauen.“

Błaszczak weiter: „Wir werden damit das Gesicht der polnischen Armee entscheidend verändern und sie mit moderner Ausrüstung ausstatten. Dabei ist auch eine größere polnische Armee eine Zielsetzung. Konkret soll die Ostflanke mit der Bildung einer neuen vierten Division gestärkt werden. „Die Stärkung der Ostflanke ist eine Maßnahme zur Stärkung der Fähigkeiten der polnischen Armee, sie stellt aber auch eine erhebliche Stärkung der gesamten Ostflanke der NATO dar “, betonte der Minister.

In dem unterzeichneten Dokument ist das „Harpia“-Programm das wichtigste – der Kauf von Flugzeugen der fünften Generation. Minister Blaszczak wies darauf hin, dass neue Flugzeuge unverzichtbare Ausrüstung sind und der Kauf für die Führung des Verteidigungsministeriums absolute Priorität hat. „Ich erwarte, dass sowohl der Generalstabschef als auch der Chef der Rüstungsinspektion unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um diese Aufgabe zu erfüllen. Wir wollen 32 Mehrzweckflugzeuge der fünften Generation kaufen “, sagte er.

Polnisches VerteidigungsministeriumZu den vorrangigen Aufgaben des Modernisierungsplans gehören außerdem die Programme „Narew“ (Erwerb von Kurzstreckenabwehrraketen zur Bekämpfung von unbemannten Luftfahrzeugen), „Kruk“ (Kauf von Kampfhubschraubern) und „Orka“ (Kauf von U-Booten). „Wir werden damit auch die Kampffähigkeiten der Marine wieder aufbauen, außerdem wollen wir die Cyber-Sicherheit verbessern und modernisieren.“ Minister Blaszczak weiter: „Ich bin sehr glücklich, dass das Parlament und der Präsident die Erweiterung der Planungsperspektive auf 15 Jahre akzeptiert haben. Daher arbeiten wir bereits bis 2034 an dem Plan zur technischen Modernisierung. Dazu gehört auch, dass die Verteidigungsausgaben bis zum Jahr 2030 auf 2,5% des BIP erhöht werden.“

Text & Bilder: Polnisches Verteidigungsministerium

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