20.05.19

61. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes

„Lourdes ist Ort vielfältiger Begegnung“, betonte Militärbischof Werner Freistetter beim Eröffnungsgottesdienst der 450 österreichischen Pilger in der Maria-Empfängnis Basilika.

Bundesheer/Daniel TrippoltMit einem Eröffnungsgottesdienst in der Maria-Empfängnis-Basilika im Heiligen Bezirk von Lourdes hat am Donnerstag die 61. Internationale Soldatenwallfahrt für die 450 österreichischen Pilgerinnen und Pilger offiziell begonnen. Im Anschluss an den Gottesdienst segnete Militärbischof Werner Freistetter die Pilgerabzeichen, die an alle Teilnehmer verteilt wurden.

Lourdes sei ein Ort „ganz vielfältiger Begegnungen“, betonte Militärbischof Freistetter in seiner Predigt. Da sei zum einen die Begegnung mit dem Fremden, mit Pilgern und Soldaten aus verschiedensten Ländern: „Das macht neugierig, und schafft viele neue Eindrücke, die es zu verarbeiten gilt.“

Bundesheer/Daniel TrippoltMan begegne in Lourdes aber auch Krankheit und Leid in unterschiedlichen Formen: „Viele Menschen kommen nach Lourdes in der Hoffnung auf Linderung ihres Leids.“ Die dritte Form, und gleichzeitig die tiefste Form der Begegnung, sei aber die mit einem selbst, stellte der Bischof fest. Diese sei nicht immer leicht und verlange Mut. „Ich lade aber jeden ein, sich darauf einzulassen, beispielsweise in Stille an der Grotte, das  kann etwas bewirken.“

Schlussendlich sei auch die Erscheinung Bernadettes an der Grotte, die wohl kostbarste Form der Begegnung, in der Maria uns den liebenden Gott zeigt, schloss der Militärbischof. Bis Sonntag begingen 15.000 Soldaten aus über 40 Nationen die Wallfahrt, die ihren Abschluss mit einer Internationalen Messe aller teilnehmenden Pilger fand.

Bundesheer/Daniel TrippoltDie jährlich stattfindende Soldatenwallfahrt nach Lourdes entstand 1958 aus einer gemeinsamen Initiative französischer und deutscher Militärseelsorger. Heute ist sie die größte europäische Friedenskundgebung von Soldaten mit katholischem Bekenntnis in den europäischen Armeen. Aus der Pilgerfahrt französischer Soldaten nach Lourdes im vorletzten Kriegsjahr 1944 entwickelte sich eine regionale, nationale und schließlich internationale Bewegung. Österreichische Soldaten nehmen schon seit 1958 an der Wallfahrt teil.

Im Jahr 1862 wurde die Marienerscheinung von Lourdes offiziell von der Kirche anerkannt. Demnach erschien die Gottesmutter Maria im Jahr 1858 in der Massabielle-Grotte der 14-jährigen Müllerstochter und späteren Ordensfrau von der „Kongregation der Schwestern der Barmherzigkeit von Nevers“, Bernadette Soubirous. Sie wurde 1933 heiliggesprochen. Jährlich pilgern rund sechs Millionen Menschen nach Lourdes.

Text: ÖBH, Bilder: Bundesheer/Daniel Trippolt

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