12.06.20

Bell-429 für australische Special Forces

Die australischen Special Forces wollen den leichten Mehrzweckhubschrauber Bell-429 von Bell-Textron beschaffen. Das ist möglicherweise auch für Österreich von Relevanz, gilt das Modell doch auch als möglicher Nachfolgekandidat für die Alouette III des Bundesheeres.

Die australischen Special Forces haben sich für den Bell-429 entschieden.

Die australischen Special Forces haben sich für den Bell-429 entschieden.

Österreich ist bekanntlich auf der Suche nach neuen Mehrzweckhubschraubern. Nachdem die Ersatzteilbevorratung der aktuell 19 Alouette III-Maschinen nur noch bis 2023 reicht, wurde erstmals unter Verteidigungsminister Gerald Klug (2013 bis 2016) eine Ersatzbeschaffung ins Auge gefasst. Laut aktuellen Informationen aus der Sektion Bereitstellung dürfte die im Regierungsprogramm explizit erwähnte Beschaffung weiterlaufen, Kandidaten für die Nachfolge gibt es einige. Entgegen zwischenzeitlicher Überlegungen und dem 2017 angepassten Pflichtenheft scheinen aktuell neben kleineren Modellen auch größere Designs wie beispielsweise der AW169MA von Leonardo oder der Airbus H145M eine Rolle zu spielen.

Immer noch im Rennen sind aber auch Muster wie der AW109 Trekker oder der Bell-429 von Bell-Textron. Letzteren hatten bis dato nur die australische Marine und der Oman als wirklich militärische Operator im Bestand, nun wird eine neue bewaffnete „Global Ranger“-Version des achtsitzigen und zweimotorigen Helikopters in vorerst noch unbekannter Stückzahl auch die australischen „Special Forces“ ausrüsten.

„Die Bell 429 verfügt über ein relativ neues modernes Design mit einem hohen Maß an Sicherheit, Flexibilität und Leistung, das den Anforderungen der australischen Spezialeinheiten vollauf gerecht wird“, so Graeme Nayler, Geschäftsführer von Babcock Australasia, das die australische Armee bei der Beschaffung unterstützt. Das australische Verteidigungsministerium suchte laut eigenen Angaben einen Hubschrauber, der kleine Teams in städtischer Umgebung transportieren und absetzen sowie den Soldaten Feuerunterstützung geben und Aufklärungsaufgaben übernehmen kann. Im Rennen waren neben dem Bell-429 laut diesem Bericht auch der H145M von Airbus, der AH-6I (Exportversion des AH-6S) von Boeing und Leonardo Helicopters.

 

Text: Georg Mader, Bild: Hersteller

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