18.06.20

Militärkommando Tirol passt Covid-19-Einsatz an

Mit der Lockerung der Corona-Maßnahmen gehen auch die Aufgaben an die Soldaten in Tirol zurück. Während des Herunterfahrens des öffentlichen Lebens und der Selbstquarantäne Tirols waren bis zu 660 Soldaten gleichzeitig im Einsatz. Ab 20. Juni werden 280 Soldaten die Aufträge der Gesundheitsbehörden und der Polizei erfüllen.

Die Soldaten widmen sich wieder mehr der Zusammenarbeit mit der Polizei gegen illegale Migration und führen zahlreiche Gesundheitskontrollen durch.

Die Soldaten widmen sich wieder mehr der Zusammenarbeit mit der Polizei gegen illegale Migration und führen zahlreiche Gesundheitskontrollen durch.

Seit der Flüchtlingskrise 2015 war das Militär in Tirol mit 150 Soldaten gegen illegale Migration im Assistenzeinsatz für die Polizei tätig. Als sich die Pandemie in Tirol akut verbreitete, wurden auch die Anforderungen an das Bundesheer mehr. Das Land Tirol, alle Bezirke und das Landespolizeikommando riefen Leistungen des Österreichischen Bundesheeres ab. Über neun Verbindungsoffiziere wurde der Kontakt zwischen Behörden und Polizei mit dem Militär hergestellt und gehalten. Zur Erfüllung der Aufträge wurden bis jetzt 1.200 Soldaten aus ganz Österreich unter Führung des Militärkommandos Tirol eingesetzt. Die Aufgaben der Soldaten reichten vom Fiebermessen, dem Ausstellen von Quarantänebescheiden und der Durchsetzung von Quarantänebestimmungen über das Einräumen von Lebensmitteln in die Regale der Supermärkte und der Bewachung von Schutzobjekten bis hin zur Grenzüberwachung zur Verhinderung unerkannter Grenzübertritte.

Die Milizsoldaten in Tirol nehmen nach dem Corona-Virus nun wieder vermehrt die illegale Migration ins Visier.

Die Milizsoldaten in Tirol nehmen nach dem Corona-Virus nun wieder vermehrt die illegale Migration ins Visier.

„Die Zufriedenheit der Behörden und der Polizei mit unserem Einsatz zeigt wie wichtig das Bundesheer in Krisen für unser Land ist und wie flexibel die Soldaten eingesetzt werden können“, resümiert der Militärkommandant von Tirol, Brigadier Ingo Gstrein.

Mit der Lockerung der Einschränkungen in Tirol und der Öffnung der Grenzen zu den Nachbarn nehmen auch die Anforderungen an das Militär ab. Ab kommender Woche werden die Soldaten nur mehr stichprobenartige Kontrollen für die Gesundheitsbehörden in Nord- und Osttirol wahrnehmen. Die Aufträge gegen illegale Migration gewinnen wieder mehr an Bedeutung. In Tirol nehmen diese Aufgabe die Milizsoldaten wahr, welche erstmals in der Geschichte der Republik aufgeboten wurden.

 

Text: Militärkommando Tirol, Bilder: Bundesheer/Hörl

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