Unter dem Motto „Miliz neu denken!” präsentierte heute Verteidigungsministerin Klaudia Tanner gemeinsam mit dem Milizbeauftragten des Bundesheeres, Generalmajor Erwin Hameseder, das Sonderinvestitionspaket der Miliz.

Insgesamt sollen in den nächsten drei Jahren rund 200 Millionen Euro in Ausrüstung, Geräte sowie Infrastruktur für die Milizsoldaten investiert werden.

„In der Coronakrise haben wir gesehen, wie wichtig die Miliz für den Schutz unserer Republik ist. Etwa 1.400 Soldatinnen und Soldaten waren im Einsatz, rund die Hälfte werden es noch bis 20. Juli sein. Die Milizkräfte haben bisher hervorragende Arbeit geleistet. Durch den Einsatz und das zahlreiche Feedback, welches ich von den Soldaten bei meinen Besuchen erhalten habe, wurde uns klar, dass es hier noch einige Stellschrauben gibt, an denen wir drehen müssen. Nach etlichen Jahren, in denen versucht wurde, ein Paket für die Miliz zu schaffen, ist es mir gelungen, ein 200 Millionen Euro Paket auszuverhandeln. Damit sollen in den nächsten Jahren notwendige Beschaffungen in den Bereichen der Soldatenausrüstung und der Mobilität getätigt werden. Wir setzen damit den ersten Schritt in Richtung einer starken Miliz und weitere Schritte werden noch folgen”, verkündete Verteidigungsministerin Klaudia Tanner im Rahmen einer Pressekonferenz.

@Bundesheer/Karlovits
Die Ministerin und der Milizbeauftragte bei der Pressekonferenz. Tanner: “Erster Schritt in Richtung einer starken und modernen Miliz!”

Das Investitionspaket soll in den nächsten Jahren in drei Tranchen ausbezahlt werden – heuer, nächstes Jahr und übernächstes Jahr. Das Sonderbudget dient für Beschaffungen in den Bereichen Ausrüstung, Geräte und Infrastruktur und es kommt demnach zum Regelbudget hinzu; Inhalte des Pakets sind:

  • 200 Funktionsfahrzeuge als Ersatz für die auslaufende Flotte der Pinzgauer im Gesamtwert von rund 26 Millionen Euro
  • Ausrüstung zum Schutz der Soldaten in einer Höhe von rund 88 Millionen Euro (Tarnanzüge, Nachtsichtbrillen, Kampfhelme, Schutzwesten, Headsets und Gehörschutz)
  • Führungsmittel wie Funkgeräte und moderne IKT-Geräte für eine nachhaltige Aufrechterhaltung der Führungsfähigkeiten in der Höhe von rund 22 Millionen Euro
  • modernisierte Sturmgewehre StG77 sowie neue Scharfschützengewehre für rund 16 Millionen Euro
  • neue Infrastruktur wie Garagen, Lagerhallen im Wert von rund 28 Millionen Euro

Der Milizbeauftragte Generalmajor Erwin Hameseder begrüßt das Milizpaket und zeigt sich erfreut: „Als Milizbeauftragter habe ich bereits seit Jahren ein entsprechendes Sonderinvestpaket Miliz gefordert – jetzt ist es soweit! Diese Investitionen sind die Voraussetzung dafür, dass Teile der Miliz – also der Bürger in Uniform – die anspruchsvollen und komplexen Aufgaben, die mit dem Blick in die Zukunft vermehrt auftreten werden, auf hohem professionellem Niveau bewältigen kann. Das neue Paket zielt einerseits darauf ab, den Selbstschutz der Milizsoldaten deutlich zu erhöhen. Und es geht auch darum, den modernen Anforderungen des militärischen Aufgabenspektrums zu entsprechen. Ich danke der Ministerin für ihr großes Bekenntnis zur Miliz!”

Durch das Investitionspaket in Höhe von 200 Millionen Euro für die Miliz wird eine Steigerung der Einsatzfähigkeit und eine Aufwertung der Miliz erreicht. Nach Abschluss der Maßnahmen wird jede Soldatin, jeder Soldat über eine idente persönliche Ausrüstung verfügen.

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