Während Bulgarien außer der jüngst beschlossenen NATO-Verstärkung seiner Luftpolizei zumindest vorerst keine anderen NATO-Truppen im Land stationiert sehen will (Ministerpräsident Kiril Petkow: „Unsere Verteidigungsstrategie wird sich auf die bulgarische Armee stützen. Das bedeutet: bulgarische Truppen, bulgarisches Kommando und bulgarische Militärführung.”), wird die deutsche Luftwaffe im Februar und März drei Eurofighter-Jets in Rumänien stationieren.

@Georg Mader
Wie beim Baltic Air Policing werden die deutschen Maschinen für innerhalb des Sichtbereichs mit den Luft/luft-Flugkörpern IRIS-T ausgestattet sein. An der infrarot-gelenkten Waffe ist der „scharfe” Zustand am gelben Band (Gefechtskopf) und braunem Band (Treibsatz) zu erkennen.

Die Ankündigung kommt nur wenige Tage nach der medial viel geschmähten und in der Ukraine zum Teil auch von Offiziellen öffentlich als „Witz” bezeichneten deutschen Ankündigung (siehe auch Video unten), der Ukraine 5.000 Schutzhelme schicken zu wollen. Der deutsche Botschafter in Bukarest, Peer Gebauer, erklärte: „In der aktuellen regionalen Krise steht Deutschland fest an der Seite Rumäniens. Ab Mitte Februar wird die deutsche Luftwaffe mit Eurofightern und Soldaten an der NATO-Operation ‚Enhanced Air Policing South’ teilnehmen. Gemeinsam mit Italien werden wir den Nato-Luftraum als verlässlicher Partner sichern. Das ist ein klares Zeichen der transatlantischen und europäischen Solidarität.”

@Georg MaderDie Luftwaffe kündigt an, dass die Stationierung „in Kooperation mit NATO-Ländern” zu verstehen sei, „die versuchen, ihre Präsenz in Osteuropa im Falle einer russischen Invasion der Ukraine zu erhöhen.” Beide Wortspenden deuten darauf hin, dass das deutsche Kontingent des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 aus dem bayrischen Neuburg an der Donau in das bereits vor Ort befindliche italienische Kontingent integriert wird. Dieses Konzept der Interoperabilität mit gleichem Material ermöglicht eine schnelle Erweiterung der Durchhaltefähigkeit in der bestehenden Luftverteidigungsrolle, mit zugleich minimalem Druck auf Ausrüstung und Personal.

Von russischer Seite wurden die oben erwähnten Äußerungen des bulgarischen Ministerpräsidenten übrigens sehr wohlwollend kommentiert (siehe Video).

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