Die australische Armee hat im Februar ein 1,5 Millionen Euro teures Pilotprojekt mit der Advanced Manufacturing Alliance (AMA) der Charles-Darwin-Universität und dem 3D-Drucker-Hersteller SPEE3D angekündigt, um den militärischen Einsatz von 3D-Druckern zu überprüfen – nun wurden die Geräte erfolgreich einem fordernden Feldtest unterzogen.

@SPEE3D
Mobile Fabrik: Die Drucker sind wie Container transportabel und praktisch überall einsetzbar.

Das 12-monatige Pilotprogramm umfasst die Ausbildung von Soldaten im 3D-Druck auf dem Metalldrucker LightSPEE3D auf dem Campus von Casuarina und die Erprobung des großformatigen 3D-Metalldruckers WarpSPEE3D an entlegenen Orten des Northern Territory. Dort wurde die Maschine nun von Soldaten des 1st Combat Service Support Battalion auf dem Feldübungsplatz Mount Bundey, 120 Kilometer südöstlich von Darwin, zum Einsatz gebracht. „Ziel der Übung war es, den Transport, den Aufbau und den Betrieb der Ausrüstung im Feld zu testen”, so AMA-Ingenieur Matthew Harbidge, der sich mit dem Test durchaus zufrieden zeigte: „Wir konnten den Drucker innerhalb von etwa 30 Minuten betriebsbereit und druckbereit machen.”

@SPEE3D
Die Drucker können Metallteile mit einem Gewicht von bis zu 40 Kilogramm fertigen.

Zufrieden zeigte sich auch Oberstleutnant Kane Wright vom 1st Combat Service Support Battalion: „Die Möglichkeit, in einer solchen Umgebung Reparaturteile zu drucken, hat erhebliches Potenzial und kann entscheidend dabei helfen, beschädigte Geräte unabhängig von unseren Lieferketten vor Ort zu reparieren.” Die Tests zeigten, dass die Drucker auch im Gelände Metallteile etwa aus Kupfer oder Aluminium bis zu 40 Kilogramm mit einer Geschwindigkeit von 100 Gramm pro Minute bauen können.

Byron Kennedy, CEO von SPEE3D: „Wir haben parallel ein ähnliches Projekt mit der Royal Australian Navy, welches im November des vergangenen Jahres angekündigt wurde und beide Projekte werden die Souveränität der Streitkräfte ausbauen und sie auf dem Gebiet der additiven Fertigung weltweit führend machen.”

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