Boeing hat bekanntgegeben, dass sein unbemanntes „Loyal Wingman”-Stealth-Flugzeug, welches gemeinsam mit der australischen Luftwaffe (RAAF) und mit Unterstützung von BAE-Systems entwickelt wird, zum ersten Mal aus eigener Kraft bewegt wurde. Voraussichtlich noch in diesem Jahr soll es seinen ersten Flug absolvieren.

Vorerst mit einer moderaten Höchstgeschwindigkeit von 14 Knoten (ungefähr 26 km/h), demonstrierte das futuristische Gerät verschiedene Aktivitäten, während es auf Befehl drehte und mehrmals anhielt.

„Ein aufregender Moment, unseren Prototypen für diesen langsamen Taxitest auf die Landebahn zu bringen – ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Entwicklung vor seinem ersten Flug. Nun konnten wir die Funktion und Integration der Flugzeugsysteme, einschließlich Lenkung, Bremsen und Triebwerkssteuerung, bei laufendem Triebwerk und in der Bewegung überprüfen”, so Paul Ryder, der Flugtestmanager von Boeing Australia.

Drei Loyal Wingman-Prototypen bilden die Grundlage für das sogenannte „Airpower Teaming System”, welches Boeing seinen Kunden weltweit anbieten wird. Das Flugzeug wird zusammen mit anderen Plattformen der 5. und später 6. Generation fliegen und für die kolloborative Zusammenarbeit im sogenannten Teaming – eben wie ein Flügelmann – künstliche Intelligenz verwenden. Es wird über fortschrittliche Design- und Flugeigenschaften verfügen, einschließlich eines modular nutzbaren Rumpfvorderteils, der an spezifische Missionsbedürfnisse angepasst werden kann. Voerst sind – wie bemerkt wird – nur konventionelle Starts- und Landungen geplant”, wobei die Größe des Geräts auf den ersten Blick zum Mitführen in einem anderen Luftfahrzeug höchstens für Bomber geeignet scheint. Diverse Wingmen-Projekte gehen oder gingen ja von Geräten aus, die vom bemannten Flugzeug eventuell mitgeführt und eingesetzt werden sollen.

@Boeing
Der Loyal Wingmen soll in Zukunft Kampfflugzeuge der 5. und später 6. Generation bei Einsätzen begleiten und unterstützen.

BAE Systems ist im Loyal Wingmen ebenfalls ein wesentlicher Partner (und Investor). Basierend auf der Expertise die rund um das eigene UCAV Taranis – ebenfalls getestet in Australien – gewonnen wurde, liefert BAE-Systems das unbemannte Flight-Management und den Simulationsanteil. Dazu stellen die Briten mehr als ein Dutzend Experten für Führung, Navigation, Steuerung und Softwareentwicklung (fünf davon mit PHDs), die an dem Projekt zur Lieferung von Flugsteuerungscomputern und Navigationsgeräten arbeiten, sowie ein Team unterstützender Ingenieure, die eine „spezielle Nutzlasten” für das Flugzeug entwickeln. Das muß nicht unbedingt nur Waffen meinen, zuerst werden wohl diverse Sensoren für Aufklärung, EloKa, ELINT und dergleichen eingerüstet werden. Ein großes Thema stellen zudem die gesicherten Datalink-Verbindungen für das Teaming mit dem „Mutterschiff” und der Bodenkontrolle dar, schließlich soll der Wingmen ja loyal bleiben.

Der Prototyp ist übrigens das erste Militärflugzeug, das seit mehr als 50 Jahren vollständig in Australien entwickelt und gebaut wurde.

Hier geht es zu weiteren Meldungen rund um Boeing und hier zu weiteren Meldungen von BAE Systems.

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