Nach einer bereits 2016 erfolgten Typenentscheidung wurde die Münchener ARTEC GmbH (ein Entwicklungs- und Fertigungskonsortium von Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann) nun von der australischen Regierung mit der Lieferung von 211 Radschützenpanzern und Infanteriekampffahrzeugen des Typs Boxer beauftragt.

@HerstellerEin Großteil des 2,1 Milliarden Euro schweren Auftrags wird dabei direkt in Australien „abgearbeitet” – mit diesem Wertschöpfungs- argument konnte ARTEC Rivalen wie BAE Systems und Finnlands Patria ausstechen.

Gepunktet hat der Boxer laut der aus­tralischen Beschaffungsbehöre außerdem mit seinem achträdrigen Fahrgestell, auf das bis zu neun austauschbare Missionsmodule aufgesetzt werden können. Das australische Beschaffungsprogramm „LAND 400 Phase 2” (Gesamtwert 3,4 Milliarden Euro) umfasst neben den Fahrzeugen auch weitere Produkte von rund 40 lokalen Ausrüstern – unter anderem ferngesteuerte Waffenstationen von Zulieferer EOS und die Spähpanzer-Variante, die mit einem sogenannten „Lance-Turm” mit 30-mm-Kanone ausgestattet wird (siehe Bild).

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