In Deutschland ist jetzt die Gründung eines privaten Militärunternehmens gescheitert. Die Bundesstaatsanwaltschaft nahm zwei ehemalige Bundeswehrsoldaten fest, die im Begriff waren, eine Söldnertruppe auf die Beine zu stellen. Mit sieben Männern waren sie bereits im Gespräch, eine weitere Hundertschaft sollte noch angeworben werden.

Primär hatten die beiden künftigen Söldnerführer vorgehabt, mit ihrem paramilitärischen Verband in Jemen in den Bürgerkrieg zu ziehen und dort für Frieden zu sorgen. Es sollte ein Ende des Konflikts zwischen den Huthi-Rebellen und der jemenitischen Regierung erzwungen werden.

Das teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Die beiden Festgenommenen dürften nun wegen Gründung einer terroristischen Vereinigung angeklagt werden. Beiden sei bewusst gewesen, dass sie bei ihrem Vorhaben auch „Tötungshandlungen” ausführen würden. Sie gaben auch zu, dass im Fall ihres Einsatzes wohl auch Kollateralschäden nicht zu vermeiden gewesen wären. Mit getöteten und verletzten Zivilisten wäre zu rechnen gewesen.

Finanziert hätten sich die Söldnerführer ihren Privatkrieg gern durch die saudi-arabische Regierung, mit der zumindest der eine von ihnen „hartnäckig” in Kontakt zu kommen versuchte, allerdings vergebens. Die Saudis hätten dann auch den Sold für die Truppe bereitstellen sollen. Vorgestellt hatten sich die beiden Ex-Bundeswehrsoldaten einen monatlichen Sold von 40.000 Euro für jeden Angehörigen ihres paramilitärischen Verbandes. Für diesen sollten vor allem ehemalige Bundeswehrangehörige und frühere Polizisten angeworben werden.

Für die Zeit nach dem Jemeneinsatz hätte die Söldnertruppe ihre Dienste auch für andere bezahlte Einsätze an anderen Konfliktherden angeboten. Die vorgestellte gute Verdienstmöglichkeit sei auch einer der Hauptbeweggründe für die Gründung dieser terroristischen Vereinigung gewesen, sagt die Bundesanwaltschaft.

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