Rund 1.000 Einsätze bewältigt der Entminungsdienst des Bundesheeres pro Jahr. Zu den spektakulärsten Aufträgen des heurigen Jahres gehörte die Entschärfung einer 250 Kilo schweren Fliegerbombe.

Welche Menge an Kriegsmaterial in Österreich noch vergraben liegt, wird einem erst so richtig bewusst, wenn man sich sieht, wie viele Einsätze zur Entschärfung, Bergung und zum Abtransport von Kriegsrelikten pro Jahr durchgeführt werden. Von Anfang des Jahres bis heute waren es insgesamt 685 Einsätze und dabei wurden insgesamt 14 Tonnen Kriegsmaterialien verschiedenster Art geborgen, von der Infanteriemunition über Handgranaten bis zur Fliegerbombe.

©Bundesheer/Korner
Jedes Jahr birgt der Entminungsdienst mehrere Tonnen an alter Munition und Kriegsmaterialien.

Weil bei solchen Einsätzen das Know-how von Experten benötigt wird, ist es in der Regel der Entminungsdienst des Bundesheeres, der sich in solchen Fällen an die Arbeit macht. Fundorte sind meistens Seen, Flüsse und Waldgebiete, aber auch Städte oder alpines Gelände. Zur Bewältigung der Aufträge stehen dem Entminungsdienst fünf Einsatzfahrzeuge zur Verfügung, mit denen heuer bereits 104.000 Kilometer zurückgelegt wurden. Durch die Dienststelle in Wien sowie Außenstellen in Graz und Hörsching und eine 24-Stunden-Rufbereitschaft können die Spezialisten innerhalb kürzester Zeit vor Ort sein, um verdächtige Funde zu untersuchen und Gefahren für die Bevölkerung zu beseitigen.

„Die Profis unseres Entminungsdienstes sind täglich 24 Stunden bereit zu helfen. Sie leisten viele hundert Einsätze pro Jahr und tragen dabei eine enorme Verantwortung. Ich danke ihnen für ihren Einsatz wünsche ihnen für ihre Tätigkeit weiterhin viel Soldatenglück“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Zu den spektakulärsten Funden des heuriges Jahres gehörte eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbunde, die in Linz gefunden wurde (Militär Aktuell berichtete). Innerhalb weniger Minuten wurde sie vom Entminungsdienst entschärft und sicher abtransportiert. Bei der Fliegerbombe handelte es sich um einen sogenannten „Zerscheller”. Das bedeutet, dass die 250 Kilogramm Bombe beim Aufschlag teilweise explodiert war, der Bombenkopf mit dem Zünder und andere Teile der Bombe aber noch funktionstüchtig waren.

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