In den kommenden vier Jahren liefert eine Bäckerei in Niederösterreich 80.000 Stück Roggenvollkornbrot-Dosen für die Bundesheer-Soldaten.

Am Freitag, den 21. Mai, besuchte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner die Bäckerei Deiser. Der Betrieb erhielt in einer öffentlichen Ausschreibung den Zuschlag für die Einsatzverpflegung. Ministerin Tanner machte sich selbst ein Bild und wurde vor Ort in den Produktionsablauf der Bäckerei und Regionalitäten der Zutaten eingewiesen.

„Die Bäckerei Deiser ist ein verlässlicher Partner, der sich auf vorbildliche Weise dem Nachhaltigkeitsgedanken verschrieben hat. Der Einsatz klimagerechter Verpflegung durch die Verwendung regionaler Produkte, verarbeitet auf Basis nachhaltiger Produktionsmethoden, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses neue, hochwertige Dosenbrot unseren Soldatinnen und Soldaten schmecken und für ihre Aufgaben viel Energie bringen wird”, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

@Bundesheer/Pusch
Verteidigungsministerin Tanner besuchte die Bäckerei Deiser in Baden bei Wien.

Im Zuge der Maßnahmen zur Erreichung der Kasernen-Autarkie ist die Versorgung mit Einsatzverpflegung von wesentlicher Bedeutung. Bei einem Ausfall der Normversorgung, zum Beispiel durch ein Blackout, wird mit Hilfe einer von Lieferanten unabhängigen Verpflegung die Durchhaltefähigkeit in den Kasernen sichergestellt – sowohl im Inland als auch bei den Auslandskontingenten. Wesentlicher Bestandteil dieser „Verpflegsreserve” sind dabei die von der Bäckerei Deiser produzierten Brotkonserven. Von ihnen wurden bereits 7.600 Portionen für die Bevorratung in Auslandseinsätzen an das Bundesheer geliefert.

Seit heuer wird dieses Konzept bereits bundesweit in neun Kasernen des Bundesheeres für 7.800 Personen betrieben. Dabei soll es möglich sein, zwei Wochen ohne Normalversorgung durchzuhalten; insgesamt ist das in 100 Kasernen für 30.700 Personen geplant.

Die Bäckerei Deiser ist seit 2018 energieautark und arbeitet vollständig mit erneuerbaren Energien. Sie hat die Produktion von Dosenbrot in Österreich erstmals seit 20 Jahren wieder aufgenommen. Das Besondere an diesem Brot ist, dass es bis zu zehn Jahre haltbar bleibt. Das kommt dem Autarkieprojekt des Bundesheeres entgegen. Das Heer bereitet sich auf Blackouts vor und investiert deshalb in selbstständige und unabhängige Kasernen; bis 2024 sollen die Maßnahmen hierzu abgeschlossen sein.

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