„Glück ab, gut Land!” hieß es von 52 nationalen Fallschirmspringern aus den Riegen des Heeressportzentrums, des Heeressportvereins sowie des Jagdkommandos, die vergangene Woche im Rahmen einer nationalen Übungswoche ihre Leistungen im Einzel- und Teamspringen zeigen konnten.

Das Ziel ist für alle Athleten gleich, die Chance, zukünftig an einer CISM („Conseil International du Sport Militaire”) Weltmeisterschaft für Militärfallschirmsprung teilnehmen zu dürfen. Der Fallschirmsprung ist eine nicht alltägliche Extremsportart, die in Teilen zu den militärischen Fähigkeiten des Soldaten gehören. Im Rahmen der CISM-WM werden drei Disziplinen unterschieden und bewertet: der Einzelzielsprung, der Formationsspung und der Figurensprung.

Der für bereits 2020 geplante und aufgrund von Covid-19 abgesagte Event, wird nun von 20. bis 30. Juni 2022, durch das Österreichische Bundesheer organisiert und durchgeführt. „Eine solche militärische Sport-Großveranstaltung ist immer ein Highlight, und ich bin stolz, ein derart hochkarätiges Event im Burgenland mit unseren Soldaten austragen zu dürfen”, so der Militärkommandant, Brigadier Gernot Gasser.

@Bundesheer/Karlovits
Fallschirmspringer verlassen einen Black Hawk.

Und das Burgenland ist im sportlichen Bereich gerade in den letzten Jahren ein Garant für wichtige Veranstaltungen und große Leistungen. Denn für diese Weltmeisterschaft werden mehr als 400 Militärsportler aus über 40 unterschiedlichen Nationen erwartet. „Damit geht die nächste große Sportveranstaltung in unserem Bundesland über die Bühne – eine wirkliche Auszeichnung für das Burgenland”, so Landesrat Dorner bei seinen Worten im Rahmen einer Pressekonferenz.

Federführend für die Organisation und die Durchführung ist das Militärkommando Burgenland und das Jägerbataillon 19. Das Schwergewicht liegt auf dem „Host-Nation-Support” (die Versorgung der nationalen und internationalen Teile) sowie der Öffentlichkeitsarbeit. Ein dritter großer Aufgabenbereich ist die Wettkampfleitung selbst, die von den Fallschirmsprungprofis aus dem Bundesheer und Fachfunktionären des CISM geleitet wird. Für die zehn Tage der Veranstaltung sowie an den Tagen der Vor- und Nachbereitung, wird die knapp 4.000 Einwohner zählende Gemeinde Güssing sehr viele neue Gäste aus zahlreichen Ländern sehen, bewirten und unterhalten.

Die Montecuccoli-Kaserne, eine der modernsten Kasernen Europas und die modernste Österreichs, wird zum „Veranstaltungsgelände” umgewandelt. Der Flugplatz Punitz wird durch das Militär als Start- und Landebahn für die Pilatus PC-6 Flieger genutzt. All diese Maßnahmen gehen mit einer Steigerung der Auslastungen sowie einer regionalen Wertschöpfung einher, bestätigt der Bürgermeister von Güssing, Vinzenz Knor, der mit seinen „Güssingern” ein solches Event gerne unterstützt.

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