Nach der breiten Kritik an der Heeresreform stellt der Militärkommandant von Kärnten, Brigadier Walter Gitschthaler, der am Freitag bei einer Besprechung mit Verteidigungsministerin Klaudia Tanner war, in einer offiziellen Aussendung klar: „Einen radikalen Umbau für unser Heer wird es nicht geben, sondern eine Weiterentwicklung”.

@Foto-Woertz
Der Kärtner Militärkommandant Brigadier Walter Gitschthaler.

Des Weiteren führt er aus: „Verteidigungsministerin Klaudia Tanner ist gerade dabei, das Regierungsprogramm abzuarbeiten. Dieses weist klar darauf hin, dass wir uns auch auf Bedrohungen abseits eines militärischen Konflikts vorzubereiten haben. Diese sind zum Beispiel Blackouts, Pandemien, Naturkatastrophen oder auch Cyberangriffe. Wir müssen auf eben diese Bedrohungen rasch reagieren können, weshalb das Bundesheer – und vor allem die Führung – regionaler, schneller und flexibler werden müssen. Dazu gehört weiters auch die Autarkie der Kasernen. Diese umfasst unter anderem bessere Bevorratungen aller Art und eine Notstromversorgung. Damit verbunden ist auch die klare Aussage, dass alle Garnisonen bestehen bleiben. Ganz besonders freut mich die Entscheidung von Ministerin Tanner, dass am Gelände der Hensel-Kaserne ein größerer, moderner Kasernen-Standort entstehen wird sowie mehrere Millionen Euro in den Ausbau und die Sanierung der Kärntner Kasernen investiert werden.”

Ein weiterer Fokus sei für die Ministerin die Miliz, die sie neu denken möchte und insgesamt aufwerten will. So soll die Miliz besser ausgerüstet werden und auch mehr zum Üben kommen. Laut Militärkommandant Gitschthaler sei dies ein finanzieller Kraftakt, „die Ministerin habe jedoch bereits Zusagen für Sonderfinanzierungen”. „Auch die große Pensionierungswelle der nächsten zehn Jahre werde man nutzen, um im Gegenzug die Truppe mit dem Fokus Cybercrime, ABC-Abwehr, Sanitätsdienst und Pionieren zu stärken”, so der Militärkommandant abschließend.

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