Der Schutz kritischer Infrastrukturen wird immer herausfordernder. Mittlerweile braucht es dafür auch Radartechnologien und Mittel zur Drohnendetektion, wie René Steinkellner von der Styx Sicherheitstechnik erklärt. Das Unternehmen wurde 2003 in Fohnsdorf gegründet und schafft als Systementwickler für Perimeterschutz maßgeschneiderte Alarmsysteme und Sicherheits­lösungen für Menschen, Gebäude und Grundstücke.

Herr Steinkellner, ihr Unternehmen bietet Sicherheitstechnik für Gebäude- und Freilandanlagen an. Was genau kann man sich darunter vorstellen?
Bei Gebäuden handelt es sich vor allem um Alarmsysteme, Zutrittskontrollsysteme und Videoüberwachung. Im Freigelände kommen Bodensensorik, Zaundetektion und Videoanalyse zum Einsatz – und auch Radartechnologie, besonders im militärischen Bereich. Zusätzlich arbeiten wir an Drohnendetektion und Abwehr im Freigelände- und Perimeterbereich. In allen Fällen sind Begehungen vor Ort unerlässlich, denn die konkreten Umstände sind entscheidend, was wie wirksam ist. Da spielen etwa Lage, Abstände, Witterung, Wind und andere Faktoren eine Rolle.

@STYX Sicherheitstechnik/APA-Fotoservice/Ferlin-FiedlerDas heißt, es geht bei jedem Projekt um individuelle Lösungen, oder bekommt man bei ihrem Unternehmen auch Überwachungssysteme „von der Stange”?
Es gibt zwar von Herstellerseite standardisierte Produkte, aber von uns keine Lösung von der Stange. Als Errichter verlassen wir uns nicht nur auf Herstellerangaben, sondern auf unsere Erfahrung. Wir bauen fokussiert Sicherheitsanlagen und testen viel, so haben wir eine steilere Lernkurve als andere. Auch Versicherungen setzen sich immer stärker mit dem Thema auseinander und fordern von Kunden einen gewissen Schutzstandard – vor allem nach Schadensfällen, aber auch bei sehr hohen Versicherungswerten oder erhöhten Risiken.

@STYX Sicherheitstechnik/APA-Fotoservice/Ferlin-Fiedler
Gesprächspartner: Styx-Gründer René Steinkellner verfügt über zwei Jahrzehnte unternehmerische Projekterfahrung in unterschiedlichen Technikbereichen.

Worin unterscheiden sich die von Ihrem Unternehmen angebotenen Lösungen von Konkurrenzprodukten?
„Konkurrenzprodukte” im üblichen Sinn gibt es bei uns eigentlich nicht, da wir als Errichter immer jene Kombination von Hardware und Software auswählen, die wir für das Schutzobjekt und für die Bedürfnisse des Kunden als am besten geeignet erachten. Unsere Stärken liegen hier einerseits in der umfangreichen Erfahrung, andererseits in den Tests der Produkte und ihrer Kombinationen. Diese führen wir gemeinsam mit Sachverständigen durch, sie sind in dieser Form europaweit sicher einzigartig.

Inwiefern sind die Systeme auch für den Schutz militärischer Einrichtungen geeignet?
In jedem Fall. Der Großteil der Technologie, die im Freigelände eingesetzt wird, hat ihre Ursprünge im militärischen Bereich, bei Gebäudesicherheit gibt es sehr hoch entwickelte Industriestandards. Auch hier gilt: Wir entwickeln und errichten gemeinsam mit den Kunden das Beste für ihre Bedürfnisse.

Gibt es dahingehend bereits Erstkunden oder Kooperationsgespräche?
Ich kann nur so viel sagen: Wir sind mit einigen Sicherheitseinrichtungen und Behörden im In- und Ausland in laufenden Gesprächen. Aktuell liegt der Schwerpunkt unserer Arbeit bei Unternehmen der kritischen Infrastruktur.

Hier geht es zu den anderen Beiträgen unserer Serie „5 Fragen an”.

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