Das Bundesheer muss bekanntlich in den kommenden Jahren die Nachfolge der altersschwachen Alouette III-Flotte regeln. Ein möglicher Nachfolgekandidat ist der AW169 von Leonardo.

Laut einer aktuellen Pressemitteilung des italienischen Herstellers kam der Mehrzweckhubschrauber weltweit auch bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie zu zahlreichen Einsätzen. In Italien und Großbritannien wurde der „Grüne Allrounder” demnach unter anderem zur Überwachung der Mobilitäts- und Verkehrsbeschränkungsregeln und zum Transport von Intensivpatienten eingesetzt.

@Leonardo
Zahlreiche Streitkräfte und Behörden setzen auf den AW169 – die italienische Finanzpolizei verfügt beispielsweise über 22 Maschinen.

Dass sich der AW169 gerade bei medizinischen Notdiensten besonderer Beliebtheit erfreut, ist kein Zufall. Die geräumigen Kabinen bieten ausreichend Platz für ein mehrköpfiges Ärzteteam und Patienten, außerdem kann der Innenraum schnell für unterschiedliche Transportsysteme umgebaut werden. Auch für Einsätze in gefährlichen Situationen ist der militärische Mehrzweckhelikopter bestens geeignet, da er auch betrieben werden kann, wenn eines der beiden Triebwerke ausfällt. Das laut Hersteller „absolute Aushängeschild” des AW169 ist allerdings der Hauptrotor. Dank einer variablen Drehzahl können die Umdrehungen pro Minute während des Flugs gesenkt werden, was nicht nur weniger Lärm erzeugt, sondern vor allem den Treibstoffverbrauch massiv reduziert.

Zwei leistungsstarke PW210A-Triebwerke liefern zusammen 2.000 PS, wodurch eine maximale Reisegeschwindigkeit von mehr als 268 km/h erreicht werden kann. Weitere Vorteile sind die Reichweite von 816 Kilometern und das geräumige Cockpit. Da manch andere Hubschraubertypen nicht von Piloten mit Schutzausrüstung geflogen werden können, unterstützte die „Air Ambulance” der Grafschaft Cornwall in Südwestengland mit ihrem neuen AW169 umliegende Rettungsdienste beim Transport von Intensivpatienten.

Fast die Hälfte der heutigen AW169-Flotte wird global von Rettungsdiensten benutzt. Alleine im Vereinigten Königreich vertrauen neben der „Air Ambulance” in Cornwall noch fünf weitere Sanitätsdienstbetreiber auf den Leonardo-Hubschrauber und in Italien übernahm die Finanzpolizei 2018 gleich 22 Stück des Musters in ihre Flotte.

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