Im Rahmen der Lotterien Sporthilfe-Gala in der Marx Halle in Wien wurden am Dienstagabend Österreichs Sportler des Jahres geehrt. Zu den Favoriten um die begehrte Trophäe zählten erneut auch Österreichs Top- Heeresathleten. Insgesamt sechs Heeressportler schafften es unter die Top 5 der Sportlerwahl. Benannt wurde die Siegertrophäe nach Österreichs Motorsportidol Niki Lauda.

Auch dieses Jahr fand die Wahl zum Sportler und der Sportlerin des Jahres statt. Trotz Corona konnte die Wahl, unter geändertem Ablauf, in Wien stattfinden. Die live auf ORF1 übertragene Gala der Sporthilfe Austria war deshalb von strengen Sicherheits-und Hygienemaßnahmen begleitet worden.

Die 537 Mitglieder von Sports Media Austria wählten in einer Online-Abstimmung die Nominierten zur Wahl in insgesamt sieben Kategorien (unter anderem Sportlerin des Jahres, Sportlerin des Jahres mit Behinderung und Sportler des Jahres mit Behinderung). Entscheidungsgrundlage für die Auswahl durch die Jury bildeten dabei die jeweiligen Leistungen und Ergebnisse der Nominierten im Sportjahr 2020.

@GEPA pictures/ Michael Meindl
Sportlerin des Jahres: Korporal Ivona Dadic.

In der Kategorie „Sportler des Jahres mit Behinderung” war das Bundesheer mit zwei Top-Athleten vertreten. Nominiert waren Thomas Frühwirth (Handbike) und Markus Swoboda (Kanu). Beide Athleten sind seit 2017 Teil des Sportförderungsprogrammes des österreichischen Bundesheeres. Thomas Frühwirth ist seit 2008 im Behindertensport aktiv, zunächst vorrangig im Paratriathlon, dann aber vermehrt am Handbike. 2016 errang Frühwirth in dieser Kategorie die Silbermedaille bei den Paralympischen Spielen in Rio im Einzelzeitfahren. Markus Swoboda ist auf den Kanu-Sport spezialisiert. Seit 2010 gewann der Heeressportler bisher schon 6 Gold- und 3 Silbermedaillen bei Weltmeisterschaften, sowie die Silbermedaille bei den Paralympischen Spielen in Rio 2016.

Mit Natalja Eder (Speerwurf) war der Heeressport auch in der Kategorie „Sportlerin des Jahres mit Behinderung” vertreten. Die gebürtige Weißrussin kam 2003 nach Österreich und konnte unter anderem bei den Paralympischen Spielen 2012 in London eine Bronzemedaille für Österreich erringen. Diesen Erfolg konnte die Heeressportlerin bei den Spielen in Rio 2016 mit einer weiteren Bronzemedaille in ihrer Disziplin bestätigten.

Von den fünf besten „Sportlerinnen des Jahres” waren gleich vier Soldatinnen des Bundesheeres. Der Heeressport stellte hier Zugsführerin Janine Flock (Skeleton), Vorjahressiegerin Korporal Vanessa Herzog (Eisschnelllauf), Korporal Ivona Dadic (Leichtathletik) und Korporal Chiara Hölzl (Skisprung) als Nominierte zur Wahl. Ivona Dadic, die zuvor bereits zweimal nominiert war, konnte sich schlussendlich gegen die Vorjahressiegerin Vanessa Herzog und die Skispringerin Chiara Hölzl durchsetzen. Korporal Dadic, seit 2012 Leistungssportlerin des Bundesheeres, kürte sich bei den Hallenmeisterschaften in Birmingham 2018 zur Vizeweltmeisterin und stellte dieses Jahr im Mehrkampf-Meeting in Götzis die Jahresweltbestleistung auf. Sie ist damit bereits die fünfte Leichtathletin, welche die Auszeichnung zur Sportlerin des Jahres erhalten hat.

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