Der MAN-Konzern betreibt gemeinsam mit der deutschen Rheinmetall ein Joint Venture für Militär-Lkw, ein wesentlicher Produktionsstandort dafür befindet sich in Wien-Liesing. Dieser ist von den Turbulenzen rund um das MAN-Werk in Steyr (OÖ) allerdings nicht betroffen, wie ein Sprecher der Rheinmetall MAN Military Vehicles gegenüber der APA bestätigte. Das Werk sei gut ausgelastet, derzeit würden Großaufträge von Armeen aus Deutschland, Australien, Norwegen und Schweden abgearbeitet.

Der auf sieben Jahre angelegte Rahmenvertrag mit der deutschen Bundeswehr umfasst die Lieferung von knapp 2.300 Militär-Lastwagen im Wert von rund 900 Millionen Euro. Bei den von der Bundeswehr bestellten Fahrzeugen handelt es sich um fünf und 15 Tonnen schwere Laster aus der HX-Familie, von denen weltweit rund 10.000 Stück im Einsatz sind. Vor den laufenden Aufträgen hatten die Wiener einen Großauftrag über 7.200 Lkw für die britische Armee an Land gezogen.

Die Preisspanne bei MAN-Militär-Transportern reicht von gut 60.000 Euro für einen 4×4-Standard-TGM (den auch das Österreichische Bundesheer einsetzt) bis hin zu einem 800.000 Euro teuren gepanzerten 8×8-Lkw der SX-Baureihe mit Sonderaufbauten.

Rheinmetall, eine der größten Rüstungs- und Autozulieferkonzerne Deutschlands, hält 51 Prozent an dem Joint Venture, 49 Prozent entfallen auf MAN (eine Tochter des VW-Konzerns).

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