Mit dem Ziel der Entwicklung „taktischer Offensiv- und Defensivstrategien zum Schutz der iranischen Hoheitsgewässer” hat die iranische Marine eine dreitägige Militärübung unweit der strategisch bedeutsamen Straße von Hormuz begonnen.

An der Übung mit dem Namen „Zolfaghar-99” nehmen mehrere Kriegsschiffe, Drohnen, U-Boote und Flugzeuge teil, außerdem werden verschiedene Marschflugkörper und Torpedos getestet. Kritisch wird die Übung vor allem deshalb gesehen, weil sie in einem für die Ölproduktion bedeutsamen Gebiet stattfindet. Rund ein Fünftel der weltweiten Ölproduktion wird durch die besagte Meerenge transportiert. Für den Handel mit Öl ist sie also das weltweit wichtigste Nadelöhr. Der iranische Militärsprecher Shahram Irani erklärte in einem TV-Interview, dass es vonseiten Teherans eine Warnung gegeben hätte, ausländische Flugobjekte, insbesondere US-Drohnen, dem Gebiet fernzuhalten.

In den vergangenen Jahren kam es im Golf regelmäßig zu Konfrontationen zwischen den iranischen Revolutionsgarden und dem US-Militär. Erst im Juli hatten die Revolutionsgarden bei einer Militärübung nahe der Straße von Hormuz die Attrappe eines US-Flugzeugträgers angegriffen. Unter US-Präsident Donald Trump hat sich das Verhältnis der beiden Staaten massiv verschlechtert.

Der stellvertretende Oberbefehlshaber der iranischen Armee, Admiral Habibullah Sayyari, erläuterte am Mittwoch in einer Erklärung der Nachrichtenagentur FARS, dass die wichtigsten Etappen dieses Manövers unter Beteiligung von Einheiten der See-, Luft- und Bodentruppen und der Luftverteidigungsstreitkräfte der Armee in einem Gebiet von zwei Millionen Quadratkilometern in den Gewässern der östlichen Straße von Hormuz, den Küsten von Makran, dem Omanischen Meer und dem nördlichen Ozean stattfinden werden.

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