Am 14.  April verstarb der langjährige Militärpfarrer des Militärkommandos Vorarlberg, Militärdekan i. R. Mag. Otto Krepper, nach schwerer Krankheit im 70. Lebensjahr. Auf Grund seiner großen Bekannt- und Beliebtheit bei den Soldaten und Zivilbediensteten wirkte das Bundesheer bei den Verabschiedungsfeierlichkeiten mit.

Otto Krepper wurde 1951 in Bludenz geboren und rückte 1970 als Einjährig-Freiwilliger zur Offiziersausbildung in Absam/Tirol ein. Nach seinem Theologiestudium von 1971 bis 1977, der Priesterweihe 1977 und einem einjährigen Praktikum, trat er als Militärseelsorger und Berufsoffizier in das Österreichische Bundesheer ein. Er leitete die Militärpfarre Vorarlberg über 38 Jahre lang. Seit rund 15 Jahren war er auch ehrenamtlicher Polizeiseelsorger und seit über 20 Jahren Landeskurat des Kameradschaftsbundes.

@Bundesheer/Schwärzler
Otto Krepper mit seinem Nachfolger Alos Erhart und dem Militärbischof bei seiner Verabschiedung 2016.

Für das Kaderpersonal und die Zivilbediensteten des Militärkommandos wurde am Tag vor dem Bestattungsgottesdienst durch Militärkaplan Alois Erhart eine kleine, den geltenden Corona-Schutzmaßnahmen entsprechende Verabschiedung, vor der Friedhofskapelle in Hard organisiert. Auch die Soldaten des Jägerbataillons 23 aus Bludesch hatten am selben Tag die Möglichkeit, sich von Militärdekan i. R. Otto Krepper zu verabschieden.

Der feierliche Bestattungsgottesdienst wurde am 23. April vom Vorarlberger Bischof Benno Elbs und vom Österreichischen Militärbischof Werner Freistetter zelebriert. Die Corona- Schutzmaßnahmen ließen keine große Beerdigung zu und so waren neben seiner Familie und mehreren Priestern nur kleine Abordnungen des Bundesheeres, der Polizei und des Kameradschaftsbundes zugelassen.

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Mit der Gitarre begleitete er nicht nur den lebenskundlichen Unterricht, sondern auch viele Kameradschaftsabende.

Die zahlreichen Redner würdigten seinen besonderen Zugang zu den Menschen aller Altersgruppen, seine hohe Akzeptanz und Beliebtheit weit über die Landesgrenzen hinaus und seine oft kritischen Worte zu gesellschaftlichen Fehlentwicklungen. Der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Oberst Andreas Eberle, sagte in Vertretung des Militärkommandanten in seiner Ansprache: „Vor allem wichtig war Otto das Miteinander aller Soldaten und Bediensteten hinweg über alle Dienstgrade, Amtstitel oder Funktionen, welche er auch wenn notwendig einforderte.”

Typisch für Otto Krepper war auch seine Geselligkeit. Vor allem am Abend, wenn er seine Gitarre auspackte und mit seinem Gesang alle zum Mitsingen animierte, konnten viele Anliegen der Militärpfarre und der Soldaten aller Dienstgrade angesprochen und oft gelöst werden.

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