Heute werden jene Milizsoldaten, die als Einsatzpräsenzdiener im Einsatz waren, durch Berufssoldaten und Grundwehrdiener abgelöst. Nach einer dreitägigen Abrüstungsphase werden die Soldaten bis zum offiziellen Einsatzende am 31. Juli ihre Dienstfreistellungen konsumieren; anschließend werden sie wieder in ihr gewohntes privates Umfeld entlassen.

Am 4. Mai rückten insgesamt 13 Jägerkompanien zum Einsatz ein. Rund 1.400 Milizsoldatinnen und -soldaten übernahmen in allen neun Bundesländern Einsatzaufgaben. Nach dem Bekanntwerden der ersten Grenzöffnungen unserer Nachbarländer endete bereits Anfang Juni der Einsatz für sechs Milizkompanien des Österreichischen Bundesheeres. Insgesamt meldeten sich rund 20 Prozent der eingesetzten Milizsoldaten freiwillig und verbleiben weiter im Einsatz.

„Die Corona-Krise hat gezeigt, wie schnell es gehen kann, dass die Miliz gebraucht wird. Sie alle haben durch Ihren unermüdlichen Einsatz einen wesentlichen Teil zur Auftragserfüllung im Kampf gegen das Coronavirus beigetragen. An dieser Stelle darf ich mich bei Ihnen für Ihren Einsatz bedanken. Der Einsatz der Miliz ist aber nicht nur durch Covid-19 bestimmt, sondern es geht hier um die Durchhaltefähigkeit des Bundesheeres, die Sie mit Ihrem Einsatz garantieren konnten. Mit dem heutigen Tag kehren Sie in Ihr ziviles Leben zurück. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Zukunft alles Gute und viel Erfolg”, so Verteidigungsministerin Tanner.

@Bundesheer/Trippolt
Die Milizsoldaten übernahmen in den vergangenen Monaten zahlreiche Aufgaben, sie unterstützten unter anderem die Exekutive beim Grenzmanagement.

Zusammen leisteten die 1.400 Milizsoldatinnen und -soldaten österreichweit insgesamt 1.325.000 Personenstunden zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Weiters fuhren die Milizsoldaten mit 300 Heeresfahrzeugen rund 1,5 Millionen Kilometer. 319.000 Verpflegsportionen (Frühstück, Mittag- und Abendessen) wurden in der Einsatzzeit für die Soldaten bereitgestellt.

Die Aufgaben der Milizsoldaten waren sehr vielfältig. Sie umfassten Tätigkeiten im Rahmen des sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatzes zur Grenzsicherung, die Übernahme von Objektschutzaufgaben wie Botschaftsbewachung, die Unterstützung beim Schutz kritischer Infrastruktur, die Ergänzung der Ressourcen der Landespolizeidirektionen oder die Unterstützung bei der Sicherstellung eines geordneten Grenzmanagements. Darüber hinaus waren die Einsatzpräsenzdiener für gesundheitsbehördliche Aufgaben an den Grenzübergängen eingesetzt.

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