Vor wenigen Tagen übernahm Oberstarzt Martin Berger offiziell das Kommando über das Sanitätszentrum West. Zum Sanitätszentrum West gehören die Lehrkompanie zur Ausbildung von Rettungssanitätern und Sanitätsunteroffizieren sowie die Feldambulanz.

Die Feldambulanz ist in Friedenszeiten ein stationäres Militärspital mit Fachambulanzen und Bettenstation im Amtsgebäude Feldmarschall Conrad in Innsbruck. Im Einsatz- oder Krisenfall kann die Feldambulanz zur Sanitätsversorgung eigener Soldaten oder für humanitäre Einsätze rasch verlegt werden.

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Oberstarzt Martin Berger ist der neue Kommandant des Sanitätszentrums West.

„Mit dem Spatenstich zum Umbau wird es gelingen, das Sanitätszentrum West als Militärspital Innsbruck im Westen Österreichs zu positionieren. Gleichzeitig wurde das militärischen Gesundheitswesen in einer eigenen Direktion zusammengefasst. Somit sind die Voraussetzungen geschaffen, dass das Sanitätszentrum auch in Zukunft mit seinem professionalen Personal in Gesundheitsbelangen für die Soldaten aber auch für die Zivilbevölkerung bereitsteht”, stellte Brigadier Sylvia Sperandio, die Leiterin der für Militärisches Gesundheitswesen zuständigen Direktion 8, fest.

Der gebürtige Niederösterreicher Oberstarzt Martin Berger begann seine Karriere mit dem Medizinstudium an der Universität Wien. Nach seiner Promotion zum Dr. med. univ. 1987 absolvierte Berger seinen Grundwehrdienst beim Österreichischen Bundesheer und entschied sich zunächst für eine Milizlaufbahn als Offizier. Mehrere Stationen führten ihn in seiner medizinischen Karriere 1991 nach Tirol, an die Universitätsklinik Innsbruck.

1995 trat er als Leitender Arzt der Anästhesie in den Präsenzstand des Österreichischen Bundesheer ein. Mehrere Funktionen innerhalb des Sanitätszentrums West führten den Heeresbergführer und Flugretter (über 1.000 Einsätze mit der Christophorus-Flugrettung und etwa 500 internationale Einsätze als Flugarzt der Tyrol Air Ambulance für Intensivtransporte) nun bis zur Leitung des Sanitätszentrums West.

„Nach dem Umbau des Sanitätszentrums West ist die Absicht einer Öffnung auch für zivile Patienten und Kooperationen mit zivilen Institutionen für den Fähigkeitserhalt des Sanitätspersonals naheliegend. Im Hinblick auf Krisen ist der Mehrwert zusätzlicher, möglichst flexibel nutzbarer Ressourcen im Gesundheitswesen offensichtlich und das wird mit jeder Welle der Pandemie deutlich”, führte der neue Kommandant in seiner Rede aus.

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V.l.n.r.: Der Tiroler Militärkommandant, Brigadier Ingo Gstrein, der neue Kommandant des Sanitätszentrums West, Oberstarzt Martin Berger, die Abgeordnete zum Tiroler Landtag, Cornelia Hagele, die Leiterin der Direktion 8, Brigadier Sylvia Sperandio und der pensionierte Kommandant des Sanitätszentrums West, Oberstarzt Wolfgang Bichler, bei der Kommandoübergabe.

„Ich darf mich für die gute Zusammenarbeit zwischen dem Land Tirol und dem Österreichischen Bundesheer bedanken und darf auf die Testbusse hinweisen, die inmitten der Krise eine gute Unterstützung für unser Land waren”, führte Abgeordnete zum Tiroler Landtag, Cornelia Hagele, in Vertretung des Tiroler Landeshauptmannes aus. Auch der Neubau sei eine wichtige Ergänzung für das Land Tirol. „Es ist wichtig, dass es Organisationen gibt die funktionieren und die im Krisenfall helfen und unterstützen können”, merkte die Landtagsabgeordnete an.

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