Bell-Helicopters hat 2018 für das Cockpit einer künftig möglichen Serienversion seines FVL-Kandidaten V-280 Valor ein „Single Large Area Display” vorgestellt, welches innerhalb von 18 Monaten zusammen mit Lockheed-Martin und der Firma Inhance Digital aus Los Angeles erstellt wurde.

Inzwischen fliegt zwar ein Prototyp (Militär Aktuell berichtete), das revolutionäre Cockpit bleibt aber vorerst in einem Mock-Up installiert, das bereits beim Pentagon präsentiert wurde, aber auch während der letzten Farnborough-Show zu sehen war. Dort bekam auch Militär Aktuell (siehe Videos) eine Einweisung in das System, das einige Besonderheiten aufweist: So kann beispielsweise ein Geschoss, das einzelne der hunderten Bildschirm-„Tiles” (Kacheln) trifft, nie das ganze immerhin gut eineinhalb Meter breite Display ruinieren.

V-280 Valor: Bell zeigt die Drehflügler-Zukunft

Laut Projektingenieur Jeremy Chavez hat das – doch stark an den Film Avatar erinnernde – Konzept Anleihen vom Smart Helmet mit dessen PDAS (pilot displayed aperture systems) des F-35 übernommen, aber auch aus der kommerziellen Spieleindustrie. Schließlich, so Chavez, „sind die Einsatzpiloten, welche den V-280 Valor in Zukunft fliegen werden, heute zwischen acht und zehn Jahre alt. Diese Kids wachsen mit iPads und sogennanten ‚pinching-and-swiping screens’ auf und werden damit wohl lange vor ihrer künftigen Militärzeit bereits sehr vertraut sein.

Chavez zufolge habe man das System bereits mit jungen Probanden im angesprochenen Alter getestet, einziges Problem: Die Kids ignorierten angesichts der digitallen Darstellung mit all den vielen verfügbaren Informationen, die reale Umgebung abeseits des Displays komplett, was laut Chavez auch nicht im Sinne des Erfinders sei: „An der richtigen Mischung müssen wir also noch feilen.”

Hier zu weiteren Meldungen rund um Hubschrauber-Hersteller Bell und hier zu weiteren Meldungen rund um Lockheed-Martin.

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