Die Slowakei hat auf die die Bitten der Ukraine um Flugabwehr-Raketen reagiert und Kiew eines ihrer S-300-Raketensysteme überlassen (Bericht des privaten TV-Senders TV Markíza). Die Übergabe fand im Beisein von Ministerpräsident Eduard Heger im Rahmen einer zweitägigen Geheimoperation statt.

Heger bestätigte hinterher die Übergabe auf seinem Twitter-Kanal: „Ich kann bestätigen, dass die Slowakei der Ukraine ein Luftverteidigungssystem S-300 zur Verfügung gestellt hat. Die ukrainische Nation verteidigt mutig ihr souveränes Land – und auch uns. Es ist daher unsere Pflicht zu helfen und nicht einfach den Verlust von Menschenleben infolge der russischen Aggression zu ignorieren.”

@Georg Mader
Alt, aber gut: Wie diese Aufnahme unseres Autors Georg Mader aus dem Jahr 2017 zeigt, ist den S-300-Systemen ihr Alter durchaus anzusehen. Die Geräte gelten trotzdem als äußerst verlässlich und die Ukrainer wissen damit umzugehen.

Heger erklärte außerdem, dass die Entscheidung nicht bedeute, dass sich die Slowakei dem bewaffneten Konflikt in der Ukraine angeschlossen habe und die Verteidigung der Slowakei zudem weiter garantiert sei. Verteidigungsminister Jaroslav Naď fügte später hinzu, dass nach den von Deutschland und den Niederlanden bereitgestellten Patriot-Systemen auch die USA ein Patriot-Raketenabwehrsystem in die Slowakei schicken würden.

Die gesamte Lieferung der Slowakei an die Ukraine umfasste acht Transport-Sattelzüge, zwei 5T58-2-Raketentransporter für 5V55R-Raketen, 5P85DU TEL-Startfahrzeuge sowie zwei 40V6M mobile Maste für das 76N6 Zielzuweisungsradar. Damit wurden die gesamten Bestände transferiert – eine ganze Batterie mit insgesamt 45 Raketen.@Georg Mader

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