Soldaten des Militärkommandos Burgenland unterstützen seit knapp zwei Wochen den Coronavirus-Koordinationsstab der Landesregierung im Callcenter. Ihre Aufgabe ist es, bei Erhebungen im Verdachtsfall- und Kontaktpersonenmanagement (beim sogenannten „Contact Tracing”) personell zu unterstützen.

Dabei werden rund 70 bis 90, in Spitzenzeiten aber auch um die 150, Verdachtsfälle pro Tag bearbeitet. Die Soldaten arbeiten dabei in direkter Abstimmung mit einem diensthaben Arzt, der schlussendlich in den einzelnen Verdachtsfällen über die weitere Vorgangsweise entscheidet. Das Ende dieses Einsatzes ist abhängig von der weiteren Entwicklung der Covid-19-Lage und derzeit noch nicht absehbar.

@Bundesheer/Mario Knipfer
Die Soldaten (im Bild Gefreiter Lena S.) sind Angehörige der Militärmusik Burgenland.

Vor dem Einsatz wurden die Soldaten des Militärkommandos Burgenland durch die zuständigen Behörden geschult. Die Ermittlungen für das „Contact Tracing” erfolgen größtenteils über telefonische Erhebungen. Das dafür eigens seit 17. März eingerichtete Callcenter befindet sich in den Räumlichkeiten der burgenländischen Landessicherheitszentrale in Eisenstadt und ist und von Montag bis Sonntag, in der Zeit von 8 bis 20 Uhr, besetzt.

Aufgabe der Soldaten ist es, Anrufe über die Gesundheitshotline 1450 entgegenzunehmen und mit gezielten Fragen den gesundheitlichen Zustand der Anrufer festzustellen sowie ein erstes Bewegungsprofil und Kontaktpersonen zu ermitteln. Im Rahmen dieser Umgebungsuntersuchung werden unter anderem auch Personen, die Kontakt zu einem Erkrankten (oder zu einem Verdachtsfall) hatten und infiziert sein könnten, dokumentiert.

„Ich bin dem Österreichischen Bundesheer wirklich sehr dankbar, denn die Unterstützung der Soldatinnen und Soldaten ist eine entscheidende Erleichterung unserer Arbeit”, so Christina Philipp, Hauptreferatsleiterin der Abteilung für Gesundheit in der Landesregierung.

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