Viele Gerüchte rankten sich in den vergangenen Monaten um die angeblich topmodernen neuen russischen Orlan-10-Drohnen. Wie ein aktuelles Video der ukrainischen Streitkräfte zeigt, stützt sich der „High-tech-Faktor” der vom Speziellen Technologiezentrum St. Petersburg (gehört zum GRU) gefertigten Flugsystemen aber vor allem auf westliche Komponenten.

So sind die Drohnen beispielsweise mit Canon-850-SLR-Kameras ausgestattet und das GPS-Modul basiert auf dem Microchip ADSP-BF534 der US-Firma Analog Devices. Die Flugsteuerung wurde außerdem auf der Basis des STM32F103 LQFP des französisch-italienischen Mikroelektronik-Herstellers ST-Microelectronics entwickelt und der Datenempfänger DP1205-C915 der deutschen Firma AnyLink ist nur mit einem Logo des russischen Vertriebshändlers ImoTech überklebt. Für den Drucksensor wurden weiters MPXA4115A und MPXV5004DP der US-Firma Freescale Semiconductor (gehört der holländischen Firma NXP Semiconductors N.V.) verwendet, im Kompass-IC werkt der HMC6352 von der US-Firma Нoneywell und im Anlassgenerator ein PTN78020 von Texas Instruments.

Bleibt abzuwarten, auf welche Komponenten Russland bei der Produktion seiner Drohnen in Zukunft setzen wird. Der Hersteller befindet sich nämlich längst auf der „roten Liste” und ist damit von High-tech-Zuläufen aus dem Ausland weitgehend abgeschnitten.

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