Die US Army will im Rahmen ihres Future Long Range Air Assault-Programms ab 2030 ihre UH-60 Black Hawks durch einen neuen und deutlich leistungsfähigeren Transport- und Mehrzweckhubschrauber ersetzen. Gefordert sind unter anderem eine Marschgeschwindigkeit von 520 km/h und ein Einsatzradius von 550 Kilometern.

Revolutionäres Cockpit von Bell & Lockheed-Martin

Dabei gibt es gegenwärtig zwei Technologiedemonstratoren: Sikorsky’s SB-1 Defiant-Koaxialflugzeu und Bell’s Kipprotor V-280 Valor (Valor = Tapferkeit). Nach dem Entwicklungsbeginn des V-280 im Jahr 2013 wurde noch im gleichen Jahr ein erstes Mock-up gezeigt, am 18. Dezember 2017 folgte der Erstflug und am 11. Mai 2018 erstmals ein Flug mit voll nach vorn geschwenkten Rotoren. Dabei wurde eine Geschwindigkeit von 350 km/h erreicht, die seitdem sukzessive gesteigert werden konnte.

Der innovative Drehflügler soll schlussendlich eine Traglast von rund 4.500 Kilogramm aufweisen. Die Besatzung wird vier Mann betragen, zusätzlich können elf voll ausgerüstete Soldaten transportiert werden. Ein großer Unterschied zur Bell-Boeing V22 Osprey liegt darin, dass die beiden Triebwerke fest waagerecht in die Flügel eingebaut werden, während die Rotoren kippfähig sind. Die Antriebswelle erstreckt sich über die komplette Spannweite und verbindet beide Rotoren. Sollte eines der Triebwerke ausfallen, kann das noch funktionierende Triebwerk beide Rotoren antreiben.

Hier geht es zu weiteren Videobeiträgen und hier zu weiteren Meldungen rund um Hubschrauber-Hersteller Bell.

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