Jedes Jahr veranstaltet die Militärpfarre des Militärkommandos Vorarlberg einen vorösterlichen Gottesdienst. Berufssoldaten, Grundwehrdiener und Zivilbedienstete sind dazu eingeladen. Aufgrund der Abstandregeln der Covid-19-Maßnahmen fand die Feier heuer in der Herz-Jesu-Kirche in Bregenz statt und wurde von einem Organisten der Militärmusik musikalisch begleitet.

In der Predigt verglich Militäroberkurat Alois Erhart die Situation der Jünger, die das jüdische Pessach-Fest feiern, mit den Menschen unserer Tage. Die Fußwaschung vor dem letzten Abendmahl symbolisiert das Dienen am Menschen – so wie die Soldaten und Bediensteten des Bundesheeres ebenfalls ihren Mitmenschen dienen.

@Bundesheer/Koppitz
Militärpfarrer Alois Erhart übergibt ein Ostergeschenk an die Soldaten beim Ausreisemanagement in Leiblachtal.

Das Mahl selbst steht für die Gemeinschaft mit dem Herrn in der Mitte. Und dann, nach dem „Letzten Abendmahl”, wurde von einem Tag auf den anderen für die Jünger Jesu – so wie für uns durch das Corona-Virus – alles anders: Lockdown. Der Kontakt mit dem Meister war für die Jünger unterbunden, für die Menschen heute sind es die gewohnten sozialen Kontakte.

Auch mit der Auferstehung beziehungsweise mit dem Ende des Lockdown gehe das Leben nicht einfach weiter wie vorher, so Erhart. Und doch: Eine völlig neue Welt erwarte uns. Erhart: „Aus dem Vollzug des Gedächtnismahles schöpfen wir Kraft für den Dienst am Menschen. Es wird auch in und nach der Krise, wenn die Kirche eine neue Gestalt gefunden haben wird, die Mitte unseres christlichen Lebens, Quelle und Höhepunkt bleiben.”

Auch dieses Jahr erfreute die Militärpfarre jene Soldaten, die sich im Einsatz befinden, mit Ostergaben. Damit wurde Wertschätzung, Dankbarkeit und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit an diesen Feiertagen übergeben.

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