Bis zu 40 Soldaten des Militärkommandos Vorarlberg sind seit September täglich im Corona-Einsatz. Sie unterstützen das Infektionsteam Vorarlberg bei der Kontaktnachverfolgung rund um Covid-19-erkrankte Personen.

Der Tag startet für die Soldaten um 7.30 Uhr bei der Standeskontrolle. Um 8.00 heißt es Aufsitzen auf die Transportfahrzeuge. Nur acht dürfen pro LKW mit, denn auch hier heißt es Abstand halten, wie überhaupt penibel darauf geachtet wird, dass die Hygienemaßnahmen des Bundesheeres eingehalten werden. Das Infektionsteam Vorarlberg hat sich auf dem Messegelände in Dornbirn eingerichtet, rund 15 Minuten Fahrtzeit von der Kaserne in Bregenz entfernt.

Die Aufgaben, welche die Soldaten im Detail zu erledigen haben, werden jeden Morgen neu verteilt, denn der Bedarf richtet sich nach den Fallzahlen der Infektionen und dem Bedarf des Infektionsteams.

Die Aufgaben der Soldaten sind an Computern zu erledigen. Personendaten müssen erfasst, Kontakte angerufen, Daten überprüft und telefonische Anfragen beantwortet werden. Die Grundwehrdiener kennen sich mittlerweile gut aus. Dennoch gibt es beinahe täglich kleine Änderungen, denn die Organisationsabläufe bei der Nachverfolgung von Kontakten werden laufend optimiert. Und auch bei den Computerprogrammen gibt es Anpassungen.

@Bundesheer/Pehr
Täglich werden die Soldaten zum Infektionsteam Vorarlberg nach Dornbirn gebracht.

„Die Arbeit ist nicht schwierig”, meint einer der Rekruten, „aber man muss sich bei der Eingabe von Namen, Orten, Telefonnummern und dergleichen höllisch konzentrieren, damit möglichst wenig Fehler gemacht werden. Die Personen, die wir anrufen müssen, sind meist, aber nicht immer, kooperativ. Es gab auch schon Beschimpfungen. Sprachprobleme kommen ebenfalls häufig dazu. Wenn ich abends so gegen 18.00 Uhr wieder auf den LKW steige, dann bin ich wirklich fertig. Ich weiß, dass unsere Aufgabe hier wichtig ist, aber ich bin auch froh, wenn ich als Militärmusiker wieder an mein Musikinstrument komme.”

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