Am 10. September werden um 11 Uhr in Deutschland alle Sirenen ein Warnsignal abgeben. Außerdem unterbrechen Radio und Fernsehen ihre Sendungen. Es ist der erste bundesweite Warntag seit der Wiedervereinigung.

Während der Schulzeit hieß es mindestens einmal pro Schuljahr: Feueralarm. Jahr für Jahr von der Hoffnung gespeist, dass die Brandschutzübung vielleicht diesmal ausnahmsweise während der Mathematikstunde stattfindet. Für viele Menschen zählen diese Unterbrechungen des Schulalltags zu den einzigen Erfahrungen, die sie mit derartigen Warnsignalen gemacht haben. In Deutschland soll sich das ab diesem Jahr ändern – mit der Einführung des ersten bundesweiten Warntages, der am 10. September zum ersten Mal stattfindet.

Erstmals seit der Wiedervereinigung wird es an diesem Tag um 11 Uhr einen bundesweiten Probealarm mit allen vorhandenen Warnmöglichkeiten geben. Das bedeutet, dass nicht nur alle Sirenen ein Warnsignal abgeben, sondern auch Radio und Fernsehen ihre Sendungen unterbrechen. Auch die behördlichen Kanäle auf Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat wie auch digitale Werbetafeln sollen Warnmeldungen ausgeben. Darüber hinaus werden auch  Lautsprecherwagen zum Einsatz kommen. Wer die Warnapp „Nina”, die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, nutzt, wird auch über die App von der bundesweiten Probewarnung erfahren.

Die Innenministerkonferenz hat den bundesweiten Warntag, der bereits im Juni angekündigt wurde, beschlossen. Ab diesem Jahr soll er jährlich wiederholt werden und zwar immer an jedem zweiten Donnerstag im September. Der Warntag soll dazu beitragen, „die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Notlagen zu erhöhen und damit deren Selbstschutzfertigkeiten zu stärken.”

Zum ersten bundesweiten Warntag gibt es sogar eine eigene Webseite.

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