Die PC-6 Turbo Porter und PC-7 Turbo Trainer des Bundesheeres werden seit vielen Jahren für Transporte und Verbindungsflüge aller Art sowie für die Grund- und Fortgeschrittenenausbildung verwendet. In den kommenden Jahren wird es aber auch in diesen Bereichen Updates und Ersatzbeschaffungen brauchen.

@Bundesheer/Gorup
Die PC-7 werden entsprechend der Bewaffnungsmöglichkeiten auch für taktische Einsätze und Überwachungsflüge eingesetzt.

Zwölf von einst 16 PC-7 Mk.1 (drei wurden 2012 an RUAG „zurückverkauft”) werden in Zeltweg nach wie vor in der Piloten-Basisausbildung sowie (mit MG-Behältern ausgerüstet) gegen langsame Ziele bei Luftraumsicherungsoperationen eingesetzt. Nach 37 Einsatzjahren müssen nun allerdings einzelne Avionikkomponenten getauscht werden.

Vom Bundesheer dürfte dabei eine kostengünstige Lösung präferiert werden, das vom Hersteller angebotene neue Glascockpit ist wohl zu teuer. Noch 2016 ging man von einem Cockpit-Upgrade der PC-7 aus, das ARWT führte dafür bereits Vibrationsmessungen durch. Mittelfristig sollen die PC-7 (Planungsstand 2017) durch „High Efficiency Trainer” ersetzt werden. Infrage kommende Kandidaten wären neue oder generalüberholte PC-7 und PC-9, neue PC-21, Beechcraft T-6II (eine solche Werksmaschine wurde mehrmals in Zeltweg gesichtet) oder leichte Jets wie Leonardo M345HET oder Aero L-39NG. Letztere werden mit Betriebskosten wie Turboprops beworben – und sind natürlich so wie die Zeltweger PC-7 mit MG- oder Raketenbehältern bewaffnungsfähig.

@Bundesheer/Gorup
Die PC-6 besitzt hervorragende Kurzstart- und Landeeigenschaften, auch auf nichtbefestigten Flächen und ist für insgesamt acht Personen zugelassen.

Ebenso wie drei PC-7 Turbo Trainer wurden 2012 auch fünf Stück der PC-6 Turbo Porter an RUAG zurückverkauft. Allerdings handelte es sich dabei nicht um die ältesten Maschinen, sondern um jene, bei denen nach im Schnitt 5.800 Flugstunden die größeren Wartungsereignisse anstanden – die kurzfristige Einsparung stand im Vordergrund. Die übrigen acht Maschinen tun aktuell Dienst als Transport-/Verbindungsflugzeug, zum Absetzen von Fallschirmspringern, für Lastabwürfe, Luftbild- und Messflüge, als Löschflugzeug oder als Schleppflugzeug für Zielsäcke bei Übungen der Fliegerabwehr.

Der frühere Airchief Generalmajor Karl Gruber bezeichnete die Maschinen aufgrund ihrer Ausstattung mit modernen Vexcel-Kameras (UltraCam Mk. 2 und Mk. 3) scherzhaft als Drohnen. 2016 wurde auch eine interessante Funktion als Sprechfunk-Relaisstation in oder über Tälern angedacht, Upgrades bei Fluginstrumentierung und Navigation stehen demnächst an.

Lesen Sie dazu auch unseren großen Luft-Report zum Status Quo der Bundesheer-Hubschrauber und -Flugzeuge.

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