Die deutsche Bundeswehr hat die zweite Kompanie der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) wie angekündigt aufgelöst.

Wie die Streitkräfte am Donnerstag mitteilten, wurde dieser Schritt mit einem Auflösungsappell am KSK-Standort in der Graf-Zeppelin Kaserne in Calw in Baden-Württemberg am Donnerstag förmlich mit Wirkung zum 1. August vollzogen. Die Soldaten sollen entweder in andere Bereiche des KSK oder zu anderen Truppenteilen versetzt werden.

@Bundeswehr/KSK
KSKKommando Spezialkräfte-Kommandeur, Brigadegeneral Markus Kreitmayr, beim Auflösungsappell der 2. Kommandokompanie in Calw

Die Auflösung ist eine von insgesamt 60 Einzelmaßnahmen zur Aufarbeitung von extremistischen und weiteren Vorfällen, mit dem Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer auf rechtsextremistische Vorfälle in der Truppe reagiert. In einem Untersuchungsbericht war der Eliteeinheit zuvor ein in Teilen „toxischer Führungsstil” attestiert worden. Dabei galt die zweite Kompanie als Ausgangspunkt rechter Umtriebe. Bis zum 31. Oktober soll die Elitetruppe nun Zeit bekommen, sich zu bewähren. Gelingt das nicht, droht die komplette Auflösung.

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